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Deutsch in Stettin, Polnisch in Deutschland: Pilotprojekt genehmigt

07.06.2017, 13:20 Uhr - Aktualisiert 07.06.2017, 13:31
Greifswald/Stettin/Löcknitz (dpa) Deutschland und Polen bauen die gegenseitige Sprachförderung mit einem Pilotprojekt in Vorpommern, in der Uckermark und in Stettin (Szczecin) aus. Das entsprechende EU-Projekt hat jetzt grünes Licht von den zuständigen Gremien der Euroregion Pomerania erhalten, wie eine Sprecherin der Kommunalgemeinschaft Pomerania am Mittwoch in Löcknitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sagte. Die Vorbereitungen hätten schon begonnen. Insgesamt seien drei Bildungsprojekte mit einem Gesamtbudget von rund elf Millionen Euro genehmigt worden.

Beim größten Sprachprojekt sollen in Polen und Deutschland mehr als 3100 Kinder von der Kita bis zur Oberstufe die jeweils andere Sprache lernen und die Kultur besser verstehen können. In Stettin sollen 24 Kitas und Schulen teilnehmen, auf deutscher Seite 28 Schulen und Kitas in Vorpommern-Greifswald und im Amt Gramzow in der Uckermark. Einzelheiten will der Landkreis mit Projektpartnern am 13. Juni in Greifswald vorstellen. Dafür seien 2,2 Millionen Euro bewilligt worden.

Für 6,9 Millionen Euro sollen unter dem Motto "Drei Kitas, zwei Sprachen, ein Weg" zweisprachige Kindertagesstätten auf Usedom in Heringsdorf, in Zinnowitz und im polnischen Swinemünde entstehen. Dieses Sprachen- und Bauprojekt wird mit 3,3 Millionen Euro von der EU gefördert.

Das dritte Projekt wird "Gesunde Kinder in gesunden Kommunen" genannt und soll in der Uckermark und im benachbarten polnischen Westpommern die Zahl der Kinder mit Übergewicht verringern. Schulen sollen mit Spielplätzen und Sporthallen ausgerüstet werden, Kinder bekommen Ernährungstipps. Zielgruppe seien Erstklässler in polnischen Orten und Zweitklässler in Schwedt.

Die 400 000-Einwohner-Stadt Stettin will sich zu einer deutsch-polnischen Metropolregion entwickeln, was von den Landesregierungen in Schwerin und Potsdam gefördert wird. Seit Wegfall der Grenzkontrollen haben sich nach Angaben der Kreise rund 5000 polnische Bürger in Vorpommern-Greifswald - vor allem um Löcknitz, auf der Insel Usedom und in Greifswald - und etwa 1850 polnische Bewohner in der Uckermark niedergelassen.

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