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Mehr als hundert Gäste gratulieren dem Stadtoberhaupt zum 60. Geburtstag

OB-Wahl
Martin Wilke will wieder kandidieren

Geburtstagsgeschenk aus Slubice: Martin Wilke (3.v.l.) erhielt von Slubices Bürgermeister Tomasz Ciszewicz (2.v.r.) ein Bild mit einem polnischen Gullydeckel und Frankfurter Aufdruck.
Geburtstagsgeschenk aus Slubice: Martin Wilke (3.v.l.) erhielt von Slubices Bürgermeister Tomasz Ciszewicz (2.v.r.) ein Bild mit einem polnischen Gullydeckel und Frankfurter Aufdruck. © Foto: Winfried Mausolf
Heinz Kannenberg / 07.06.2017, 19:05 Uhr - Aktualisiert 03.03.2018, 08:49
Frankfurt (Oder) (MOZ) Weit mehr als hundert Gäste gratulierten am Mittwochmittag dem parteilosen Oberbürgermeister Martin Wilke zu seinem 60. Geburtstag. In seiner Dankesrede kündigte Wilke an, im kommenden Jahr nochmals für das Amt des Oberbürgermeisters zu kandidieren.

Am Abend zuvor stritten im Sitzungssaal Heilbronn noch die Stadtverordneten mit der Verwaltung beispielsweise über die Fusion der Kunstmuseen Frankfurt und Cottbus zum Landesmuseum oder über die Kita-Elternbeiträge. Wiederholt ergriff Oberbürgermeister Martin Wilke für die Stadtverwaltung das Wort. Mittwochmittag kamen dann weit mehr als hundert Gäste, um Martin Wilke zu seinem 60. Geburtstag zu gratulieren.

In seiner Dankesrede überraschte Wilke dann mit der Ankündigung, bei den Oberbürgermeisterwahlen im kommenden Jahr wieder anzutreten. "Ich kann mir vorstellen, nochmals für acht Jahre zu kandidieren. Ich habe große Lust, für die Stadt weiter etwas zu machen." Auch seine Frau sei mit einer erneuten Kandidatur einverstanden. Etwas launig fügte Martin Wilke an, dass er bis zum 66. Lebensjahr ja noch etwas Zeit habe und da solle, wie man so sagt und singt, das Leben erst anfangen.

Wilke ließ offen, ob er für seine Kandidatur Unterstützer habe. Er gab jedoch zu erkennen, dass er in seiner Amtszeit begonnene Projekte zu Ende führen wolle. Insbesondere die Innenstadtentwicklung und weitere Ansiedlungen im Wachstumskern Frankfurt/Eisenhüttenstadt liegen ihm am Herzen. Heute wird er Gespräche im Bundesfinanzministerium in Berlin zur Erweiterung des Zoll-Standortes in Frankfurt führen. Am Rande eines Besuches von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) im Mai an der Viadrina hatte er dieses Gespräch vereinbart.

Martin Wilke ist seit 2010 Oberbürgermeister von Frankfurt und wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Er wurde damals als parteiloser Kandidat von der SPD nominiert und von der CDU sowie FDP unterstützt. Diese Parteien unterstützen ihn inzwischen jedoch nicht mehr in der Kommunalpolitik. Es ist offen, wer für diese Parteien bei den kommenden Oberbürgermeisterwahlen kandidieren wird. Ende Juni, so heißt es, will der SPD-Unterbezirk einen Kandidaten aufstellen. Dem Vernehmen nach will der Beigeordnete und SPD-Unterbezirksvorsitzende Jens-Marcel Ullrich kandidieren. Bei den Linken werden dem Landtagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden in der Stadtverordnetenversammlung René Wilke Chancen eingeräumt. Dieser soll sich aber noch nicht entschieden haben. Auch bei der CDU will man vorraussichtlich noch im Juni einen Kandidaten präsentieren. Während die einen nach der Ankündigung von Martin Wilke, wieder anzutreten, selbst nochmals über die eigene Aufstellung nachdenken wollen, scheint Markus Derling als OB-Kandidat bei der CDU Favorit zu sein.

Unter den Gratulanten beim 60. Geburtstag von Martin Wilke waren unter anderem die Oberbürgermeisterin von Brandenburg/Havel Dietlind Tiemann (CDU) und der Slubicer Bürgermeister Tomasz Ciszewicz. Gemeinsam mit Dietlind Tiemann tritt Martin Wilke seit Monaten für die Kreisfreiheit der Städte Frankfurt, Brandenburg/Havel und Cottbus ein.

Martin Wilke studierte an der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt Physik. Danach arbeitete er als Entwicklungsingenieur im Halbleiterwerk. 1993 promovierte er an der Technischen Universität Chemnitz. Seit 1996 war Wilke Geschäftsführer des Investorcenter Ostbrandenburg.

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Hendrik Haucke 08.06.2017 - 00:16:50

So entsteht Politikvertrossenheit

Es heißt eigentlich Wahlen, aber wenn man die anderen Kanidaten sieht hat es sich schon erledig. Lieber wähle ich das kleinere Übel als die Stadt noch tiefer in den Abgrund zu stoßen. Sehe ich die anderen Kanidaten kann ich ...... ich sage es lieber nicht. Dies ist meine Meinung es muß nicht die der anderen Leser sein.

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