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Gotteshaussanierung rückt in greifbare Nähe / Benefizkonzert im Rahmen "Musikschulen öffnen Kirche"

100 000 Euro für die Malche

Heike Jänicke / 09.06.2017, 07:30 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Das kommt wahrlich einem Geschenk Gottes gleich: Der Verein des Missionshauses Malche hat eine anonyme Spende in Höhe von 100 000 Euro erhalten. Zweckgebunden für die Sanierung der Kirche im idyllischen Tal. Die ersten Pläne dafür sind bereits geschmiedet.

Egal zu welcher Jahreszeit Besucher das Tal an der B 167 zwischen Bad Freienwalde und Falkenberg entdecken - das kleine Gotteshaus fällt sofort ins Auge und zieht magisch an. Mal schneebedeckt, mal von frischem Blätterwerk umgeben, wirkt es wie der Mittelpunkt des malerischen Ortes. Es ist das Herz der Gemeinschaft um Oberin Brunhilde Börner. Es ist Begegnungsort und Stätte des stillen Gebets für Bewohner und Besucher des Gästehauses und der Herberge zugleich. Umso mehr erfüllt es die im Missionshaus Malche Tätigen mit großer Freude, dass der Verein mit so einer Großzügigkeit bedacht worden ist. Anfang des Jahres hat es einen anonymen Spender, eine anonyme Spenderin gegeben, der dem Verein 100 000 Euro zukommen lassen hat. "Es ist ein Wunder Gottes und eine Tat eines Menschen, die uns bestätigt, unterstützt und ermutigt, es ist ein Geschenk, das viel mehr ist als Geld - und so danken wir auf diesem Weg allen, die so treu und beständig kleinere Summen unserem Werk zukommen lassen", schreibt die Malche-Gemeinschaft auf ihrer Internetseite.

Das Geld soll in die 1957 erbaute Kirche fließen, die, wie Gundula Eichler, in der Malche für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, sagt, dringend saniert und renoviert werden müsse. "Wir werden einiges mehr brauchen, um die Pläne umsetzen zu können. Etwa noch einmal so viel", schätzt Gundula Eichler. "Aber wir sind jetzt dem Spender verpflichtet, loszulegen", so die Presse-Verantwortliche. Ihr ist die Freude über den finanziellen Segen anzusehen.

Die kleine Kirche wurde einst auf den Grundmauern einer alten Scheune errichtet. Eine Festscheune, wie Gundula Eichler sagt, die für alle Treffpunkt war und in der immer sonntags die "Scheunenstunde" stattgefunden habe. "Die Steine dafür stammen von einem alten Hotel", erzählt Gundula Eichler.

Jetzt, 60 Jahre später, soll die Kirche erweitert werden. Und zwar um eine kleine Winterkirche. Die wird, so sehen es jedenfalls die ersten Entwürfe des Berliner Büros "Grün: Architekten" vor, unter der Empore entstehen. Eine Glasfront wird weiterhin den Blick ins Innere gewähren. Komplettiert wird die Winterkirche mit Toilette und Teeküche. Außerdem soll der Eingang neu gestaltet werden, so dass das Gotteshaus auch für Menschen mit Behinderung zugänglicher wird. Der Keller muss trockengelegt und die Holzfenster müssen erneuert, sollen aber in ihrer Größe erhalten werden. Die Fassade bedarf ebenso eines frischen Anstriches. Welche Maßnahmen am Ende in Angriff genommen werden, darüber entscheidet der Vorstand des Vereins Missionshaus Malche in der Jahresversammlung.

Bis dahin wollen die Schwestern und Brüder weiterhin die Werbetrommel rühren, um die nötigen Eigenmittel aufzubringen. Die erste Gelegenheit dazu bietet sich bereits an diesem Sonnabend und Sonntag. Und zwar im Rahmen der regionalen Aktion "Offene Gärten im Oderbruch". Dann öffnet auch der Malche-Garten für Gäste von 11 bis 18 Uhr seine Pforten. Jeweils um 11 und um 14 Uhr finden Führungen durch Garten und Gelände statt. Dazu werden Kaffee und Kuchen gereicht, den sich die Gäste im alten Obstgarten schmecken lassen können. Und natürlich wird die Kirche geöffnet sein. Um 16 Uhr findet dort im Rahmen der Konzertreihe "Musikschulen öffnen Kirchen", die es bereits seit zehn Jahren gibt, ein Benefizkonzert mit Susanne Finsch (Sopran) statt. Sie ist Absolventin der Kreismusikschule und Preisträgerin von "Jugend musiziert" und präsentiert sommerliche Lieder. Am Klavier wird sie von Cornelia Burdack begleitet. Wenige Stunden später, um 18.30 Uhr, wird es ein Volkslieder-Mitsing-Konzert im Garten mit den Sängern der Kerstenbrucher Liedertafel unter Leitung von Christian Baugatz geben.

Das Missionshaus Malche ist ein freies Werk innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland. Der Stammsitz der Malche ist ein kleines Tal bei Bad Freienwalde. Von dort her hat sie auch ihren Namen. www.malche.net

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