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Vorbereitungsgruppe fordert von Seelows Bürgermeister Kostenplan für möglichen Sparkassen-Umbau

Konzept zu Verwaltungssitz gesucht

Seelower Sparkasse: 1995/96 errichtet, könnte der Gebäudekomplex zum Verwaltungssitz der Amtsgemeinde werden.
Seelower Sparkasse: 1995/96 errichtet, könnte der Gebäudekomplex zum Verwaltungssitz der Amtsgemeinde werden. © Foto: MOZ/Ulf Grieger
Doris Steinkraus und Ulf Griege / 20.06.2017, 07:30 Uhr
Seelow (MOZ) Die Verhandlungen und Beratungen für eine Fusion der Verwaltungen von Seelow, Seelow-Land, Golzow, Neuhardenberg und Lebus laufen auf Hochtouren. Seelows Bürgermeister Jörg Schröder informierte die Stadtverordneten über den Sachstand.

Die Hauptverwaltungsbeamten hätten zum sechsten Mal zusammen gesessen und weitere Schritte festgelegt, erklärte Jörg Schröder zum Stand der Verwaltungsfusion. "Beschlossen wurde, einen Antrag über 127 000 Euro ans Ministerium auf Förderung für die Umstellung der Technik zu stellen", berichtete Schröder. Der Antrag auf Anerkennung als Modellregion ist mittlerweile durch das Innenministerium des Landes positiv entschieden worden. Damit stehen Fördermittel in Aussicht. "Wir haben auch beantragt, die Stelle eines Koordinators des Zusammengehens zu finanzieren", erläuterte der Verwaltungschef. Ein ähnlicher Antrag aus Elbe-Elster sei allerdings abgelehnt worden. Man warte auf eine Entscheidung aus Potsdam.

Weiter vorangekommen sei man hingegen bei der Erarbeitung eines Organigramms der künftigen gemeinsamen Verwaltung. Man habe die Besetzung der Stellen bis hin zur Ebene der Sachgebietsleiter abgestimmt. Fest stehe, dass der Bereich "Leitung Innere Verwaltung" nach dem Weggang von Seelows Hauptamtsleiter Andreas Scharf ausgeschrieben wird.

Ganz obenan stünde zudem die Einrichtung von Bürgerservice-Stellen in Lebus, Golzow und Neuhardenberg. Als dringend notwendig hätten die Amtsdirektoren und Bürgermeister jetzt ein klares Konzept zu den Kosten für einen Umbau des jetzigen Sparkassen-Gebäudes. Ein solches Konzept muss die Stadtverwaltung beim nächsten Treffen vorlegen. Innerhalb der Vorbereitungsgruppe Verwaltungsfusion, der auch ehrenamtliche Mandatsträger angehören, ist der Standort Sparkasse als sinnvoll eingeschätzt worden. Nun soll aber klar gesagt werden, wie teuer das Gebäude und die Umbauarbeiten werden. Finanzieren muss das die neu zu bildende Amtsgemeinde. Das Thema Zweitstandort im Bahnhof sei vom Tisch, heißt es aus der Gruppe. Seitens der Sparkasse Märkisch-Oderland gebe es zwar Interesse. "Es werden auch Gespräche geführt. Es gibt aber noch keinen offiziellen Beschluss dazu", erklärte Vorstandsvorsitzender Uwe Schumacher. Man müsse eben auch wissen, wo man einziehen werde. Im Gespräch dafür ist das Kaufhaus.

Gestartet wurde ein Zusammenwirken der Kämmerer. Die sollen die Vermögensverhältnisse der beteiligten Kommunen ermitteln. "Dann ist zu klären, wie damit nach dem Zusammenschluss zu verfahren ist", erklärte Schröder. Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Heinze (Linke) nahm den Vorschlag auf, das Thema Verwaltungsfusion ab sofort stets als eigenen Tagesordnungspunkt zu beraten.

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