Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Unbekanntes Brandenburg

Bundesweite Umfrage der Landesregierung liefert ernüchterndes Meinungsbild über die Mark.
Bundesweite Umfrage der Landesregierung liefert ernüchterndes Meinungsbild über die Mark. © Foto: Winfried Mausolf
Mathias Hausding / 21.06.2017, 20:05 Uhr
Potsdam (MOZ) Die Regierung möchte das Landes-Marketing verbessern. Dafür hat sie als ersten Schritt in Erfahrung bringen lassen, was die Deutschen mit Brandenburg verbinden. Ernüchterndes Fazit: nicht viel. Für etliche sei das Land wie ein weißes Blatt Papier.

Rund 1600 Menschen hat das Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Auftrag der Staatskanzlei befragt. Ziel war, ein ehrliches Bild davon zu bekommen, was die Menschen wo in Deutschland über Brandenburg denken. "Das Land ist in der bundesweiten Wahrnehmung wenig präsent und besitzt ein geringes Profil", heißt es nun in der am Mittwoch vorgestellten Expertise.

So gab bei der Befragung nur jeder Vierte an, ein eher deutliches Bild des Landes vor Augen zu haben. Nur Sachsen-Anhalt und das Saarland standen bei dieser Frage schlechter da. Jene, die Brandenburg kennen, wiesen es im Sympathie-Ranking der Länder mit der Schulnote 2,7 ebenfalls auf die hinteren Plätze.

Aus Sicht vieler Westdeutscher sei Brandenburg zudem entweder einfach "Osten" oder eine Art Anhängsel von Berlin. Während zwar 78 Prozent der Westdeutschen den Spreewald kennen, wussten nur 38 Prozent der Befragten, dass er in Brandenburg liegt. Ähnlich bei der Uckermark: Etwas mehr als die Hälfte der Westdeutschen kennt die Region, aber nur 17 Prozent verorten sie in Brandenburg.

Das könne man möglicherweise auf mangelhaften Geografieunterricht im Westen zurückführen, sagte Staatskanzleichef Thomas Kralinski. Aber weiter helfe das nicht. "Wir müssen mehr machen, uns als attraktiv darstellen", erklärte er. Schnelle Erfolge seien kaum zu erwarten. "Das wird ein Dauerlauf." In diesem und im kommenden Jahr gebe das Land insgesamt 1,5 Millionen Euro aus, um gemeinsam mit einer Kreativagentur ein neues Marketingkonzept zu entwickeln.

Kralinski betonte, dass es um weit mehr gehe als die weitere Ankurbelung von Tourismus und Wirtschaft. "Wir möchten, dass Menschen hier gern leben, hier studieren oder ihren Lebensabend verbringen wollen." Eine Herausforderung beim Marketing sei, die Berlinnähe als Plus hervorzuheben und doch ein eigenes Bild von Brandenburg zu zeichnen. Dass Brandenburg laut Umfrage für Natur- und Wasserreichtum stehe, könne man ebenfalls für das Konzept nutzen.

Ergebnis der Überlegungen werde auch ein Slogan sein á la "Be Berlin" oder "Wir können alles außer Hochdeutsch". Aus Marketinggesichtspunkten sei ein Motto gut, dass etwas über das Land aussage und über das die Leute reden. Kralinski brachte folgenden Slogan ins Spiel: "Brandenburg - immer vor Berlin". (Kommentar Seite 2)

Liebe Leser, wie könnte ein Slogan lauten, um Brandenburg bekannter zu machen? Schicken Sie uns Ihre Vorschläge per e-mail an brandenburg@moz.de.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Rolf Lustig 22.06.2017 - 10:15:15

@Isa Schroth

Welch abwegige Meinungen sie hier kund tun. Unser Bundesland hat an Natur und Umwelt soviel zu bieten, das ist ein Pfund mit dem man wuchern kann. Gerade strukturschwache Regionen freuen sich über jeden Euro der hängenbleibt. Das für die Strukturschwächung die Landesregierung seit 1990 verantwortlich ist, steht auf einem anderen Blatt, die verschiedenen Mitglieder der Landesregierung waren halt oftmals nur Westimporte 4. Klasse, von den roten Seilschaften aus Ex-DDR beständen rede ich gar nicht. trotz alledem bleibt dieser Landstrich für mich lebens- und liebenswert. Die MOZ sucht ja noch einen Slogan. "Brandenburg - Land der Biber- und Wolfsmanager, Oase für Teilzeitarbeiter"

Karsten Berg 22.06.2017 - 09:01:07

gern gesehen

Also ich freue mich über Jeden, der mit Interesse unser Bundesland besucht, egal ob er nun aus dem Osten oder Westen der Republik ist oder als Tourist aus dem Ausland kommt. Tourismus ist schließlich ein wichtiges Standbein unserer Wirtschaft und viele Bürger verdienen ihre Brötchen damit.

Norbert Wesenberg 22.06.2017 - 08:08:42

Richtig!

Schließlich wollen die alten Genossen in ihrer kleinen DDR unter sich bleiben.

Isa Schroth 22.06.2017 - 06:33:35

Lasst mal lieber alles, wie es ist!

"...Das Land ist in der bundesweiten Wahrnehmung wenig präsent und besitzt ein geringes Profil..." Und das ist auch gut so! Hört auf, die Wessis anzulocken! Es gibt schon genug Störenfriede hier.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG