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Grüne sieht Obstforschung gefährdet

Dietrich Schröder / 24.06.2017, 11:21 Uhr
Müncheberg (MOZ) Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock kritisiert, dass sich Bundeswissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) bei ihrem Besuch am Donnerstag in Müncheberg (Märkisch-Oderland) nicht für den Erhalt der dortigen Obstbauversuchsstation eingesetzt hat. Der Bund hatte sich 2016 aus der Forschung auf dem 34 Hektar großen Gelände zurückgezogen, auf dem sich rund 1200 Apfel-, 500 Birnen-, 50 Kirschsorten und zahlreiche weitere Obstsorten befinden.

Seither ist das Brandenburger Landwirtschaftsministerium zuständig, dessen Mittel aber nur für den Erhalt der Einrichtung und keine weitere Forschung reichen. In der Antwort auf eine Anfrage von Baerbock erklärte das Bundesministerium jetzt, dass es "kein bundespolitisches Interesse" an der Station in Müncheberg gäbe.

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Hasso Isenhagen 25.06.2017 - 08:33:18

wer doch ok

wenn die Obstbauern ihre Forschung selber finanzieren. Sie sollen doch dem Steuerzahler damit nicht auf der Tasche liegen.

Axel Fachtan 24.06.2017 - 14:21:12

Es ist schade um den Standort

Angeblich hat Obstforschung keine "bundespolitische Bedeutung" mehr. Und die Landespolitik nimmt kein Geld mehr in die Hand, ist kaum noch in der Lage, den Standort zu erhalten. Dabei steht Müncheberg für die Erhaltung der Artenvielfalt, die sich im Laufe von Jahrtausenden entwickelt hat. Es genügt nicht, Monokulturen von Monsanto zu pflegen. Die Pflege der Artenvielfalt ist dringend erforderlich. Und es läßt sich auch Gewinn daraus ziehen, wenn die Dinge gut organisiert werden. Frau Wanka als ehemalige langjährige Landesministerin sollte auch Brandenburg verpflichtet bleiben und Mittel und Wege finden, Müncheberg materiell und ideel zu unterstützen.

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