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Saarower Fiete Schmelzer vom Verein am Werl Neunter beim Europa-Cup

Jugendsegler auf Erfolgskurs

Taktik im Training: Fiete Schmelzer erläutert der Opti-Regattagruppe des SSVaW eine Situation.
Taktik im Training: Fiete Schmelzer erläutert der Opti-Regattagruppe des SSVaW eine Situation. © Foto: Maik Boggasch
Maik Boggasch / 08.07.2017, 06:52 Uhr
Bad Saarow (MOZ) Fiete Schmelzer, Jugendsegler im Saarower Segler Verein am Werl (SSVaW), ist seglerisch kein Naturtalent. Seit er vor zirka sieben Jahren mit dem Segelsport begann, musste er sich jeden Fortschritt hart erarbeiten. Schon auf dem Optimist, dem kleinsten Jugendboot, war es so, dass technische Abläufe zwar ausgeführt wurden, aber das Feingefühl nicht passte. Wenn andere Kinder dann sagten, okay, reicht so, war Fiete anders, er ging noch- und noch mal rauf aufs Wasser und trainierte einfach weiter. Irgendwann wurde diese Ausdauer dann mit kleinen Erfolgen bei einzelnen Regatten honoriert.

Aber das war dann nie Lorbeer, auf denen sich Fiete ausruhen wollte. Zwischenzeitlich wurde auch der Landesverband auf diesen damals noch kleinen, schmächtigen, unermüdlich segelnden Nachwuchssportler aufmerksam. Nun wurde noch intensiver trainiert und Regatten gesegelt. Bei den nationalen Ranglistenregatten kamen auch die etwas größeren Erfolge, durch sehr gute Platzierungen in der Leistungsspitze. Mit dem Wechsel in die nächste Bootsklasse, dem Laser 4.7, hieß es vor zwei Jahren dann, Boot neu erarbeiten, also segeln, segeln, segeln. Nach altbewährter Fiete-Methode, immer weiter machen, funktionierte diese Einarbeitung hervorragend. Für die aktuelle Saison berief der Landesverband den 15-Jährigen Anfang des Jahres in sein D-Kader-Team.

Anfang dieser Woche nun der Lohn für jahrelanges Training, der erste wichtige internationale Erfolg. Beim Europa-Cup der Laser 4.7 startete Fiete in einem Feld mit 79 Seglern aus zehn Nationen auf der Ostsee vor Warnemünde. Bei extrem harten Bedingungen mit 5 bis 6 Windstärken und meterhohen Wellen konnte sich Fiete Schmelzer in dem starken Feld bei den U16 mit Rang9 eine Top-Ten-Platzierung ersegeln.

Auf der Ostsee war das Wetter am Dienstag so heftig, dass die Wettfahrtleitung die Boote nicht mehr aufs Wasser ließ. Von den vorher gesegelten sechs Wettfahrten verpatzte Fiete die erste, kam dann aber mit kontinuierlichen Steigerungen immer besser in Fahrt, die letzte Wettfahrt beendete er als Sechster.

Im Gesamtfeld, in dem Fietes Altersklasse noch gegen Segler der U18 gewertet wurde, steht die Endplatzierung 16. Was aber für die kommende Deutsche Meisterschaft wichtig ist und hoffen lässt, ist die Tatsache, das Fiete vor Warnemünde als viertbester Deutscher ins Ziel kam.Vor der DM geht es für Fiete allerdings noch Mitte Juli nach Belgien zur Weltmeisterschaft.

Auch zur Deutschen Meisterschaft fährt die Crew Celine Reißmann (SSVaW) und Maxine Kniephoff (SG Scharmützelsee) mit ihrem 29er, einem hochmodernen Skiff. Beide waren im vergangenen Herbst auf diese Bootsklasse gewechselt und konnten sich in diesem Jahr qualifizieren.Der dritte Meisterschaftsstarter aus dem SSVaW ist Lorenz Schüler, für ihn geht es mit seinem Laser Radial erst zur DM und dann nach Holland zur WM.

Besonderheit für die Jugendsegler in diesem Jahr: Die DM aller drei Bootsklassen wird während der Travemünder Woche zur selben Zeit ausgetragen.

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