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Das große Schwitzen nach der Pause

Das Trainingspensum im Blick: Christian Lück überprüfte am Montag genau, wie viele Kilometer er beim Aufgalopp zurückgelegt hatte. In den folgenden Wochen kommen noch ganz viele dazu.
Das Trainingspensum im Blick: Christian Lück überprüfte am Montag genau, wie viele Kilometer er beim Aufgalopp zurückgelegt hatte. In den folgenden Wochen kommen noch ganz viele dazu. © Foto: MZV/Gunnar Reblin
Gunnar Reblin / 12.07.2017, 08:00 Uhr
Neuruppin (MZV) Nur mit einem "gefühlten" Zugang, aber bisher noch ohne externe Verstärkung ist der HC Neuruppin am Montag in die letzte Phase der Saisonvorbereitung gestartet. Es folgen drei bis vier Einheiten pro Woche für die Handballer, ehe am 16. September mit dem Heimspiel gegen Motor Hennigsdorf die neue Verbandsliga-Serie startet.

Mit dem bei Sportlern bestens bekannten Cooper-Test, bei dem die allgemeine Ausdauer überprüft wird, brachte HCN-Trainer Christian Will seine Schützlinge am Montag erstmals ins Schwitzen. Schon am Dienstag folgte die nächste knackige Einheit. In der letzten Phase der Vorbereitung nimmt Will die Neuruppiner Handballer drei- bis viermal in der Woche hart ran. "Es wird intensiv", so der Coach. Bis zum ersten Testspiel am 11. August gegen den laut Will ambitionierten Brandenburgligisten 1. SV Eberswalde sollen die läuferischen Grundlagen gelegt sein, ehe es an die Feinabstimmung, dem Spielerischen auf der Platte geht. Erstmals richtig ernst wird es für die HCN-Akteure dann am 9. September, wenn das Pokalturnier beim HC Pritzwalk ansteht. Neben dem Gastgeber aus der Landesliga ist neben dem HCN noch Brandenburgligist Berolina Lychen zu Gast.

Der HC Neuruppin, der im Vorjahr als Aufsteiger nie in Abstiegsgefahr geriet und am Ende mit einem starken siebten Platz abschloss, steht laut Trainer Christian Will vor einer größeren Herausforderung als im Vorjahr. Das hat zwei Gründe. Zum einen wiegen die beiden Abgänge Nico Hecht (Oranienburger HC) und Ronny Wolf (Pause) schwer. Zum anderen hängt die Ungewissheit bezüglich der Ausfallzeit der aktuell Verletzten wie ein Damoklesschwert über einer konkreten Ausrichtung samt Zielvorgabe. Ob weiterhin mit Marcel Pekrul geplant werden kann, ist nämlich fraglich. Der Kapitän hofft nach der MRT-Untersuchung in der kommenden Woche auf einen Befund, der beinhaltet, dass die anhaltenden Knie-Probleme behoben werden können und er seine Karriere fortsetzen kann. Ist dem nicht so, oder dem 32-Jährigen das Risiko künftigen Folgeschäden zu groß, droht nach Hecht und Wolf eine dritte wichtige Säule im Rückraum wegzubrechen. "Das wäre wirklich ganz bitter für uns und ein erheblicher Rückschlag", verdrängt Trainer Will aktuell lieber die Gedanken an dieses Szenario. Da auch die Rückkehr von William Kehnscherper (schwere Handverletzung) und Lennard Mathiske, der sich kürzlich den Arm brach, nicht absehbar ist, "könnte es sein", so Will, "dass es zum Saisonstart mächtig bei uns knirscht".

Umso erfreuter verfolgt der Coach die Fortschritte bei Rekonvaleszent Jonas Simon. Der Linksaußen hatte sich im vierten Spiel der Vorsaison gegen Wusterwitz einen Kreuzbandriss zugezogen und war seitdem ausgefallen. "Er ist wie ein gefühlter Zugang", so Will, der ansonsten seinen Kader bisher lediglich mit Lennard Mathiske und Marten Bukowski, zwei Talenten aus dem eigenen Nachwuchs, anreichern konnte. Ein externer Zugang konnte der HCN bisher nicht an Land ziehen. "Das gestaltet sich wirklich schwierig", berichtet Will. "Wir haben mehrere Optionen geprüft, aber nichts hat sich ergeben. Die von uns angedachten Personalien sind nicht umsetzbar." Vielleicht ergebe sich in den nächsten Wochen noch etwas. Doch die ganz große Adresse ist der HCN nicht. "Da haben die Vereine im Berliner Umland, vor allem auch Oranienburg mit seinem riesigen Einzugsbereich und der schnellen, komfortablen Anbindung dorthin einfach bessere Karten", will der HCN-Coach aber nicht jammern. Die jüngsten Zugänge, ob Ronny Wolf und Marcus Krause einst aus Falkensee, oder zuletzt die Brüder Fabio (Werder) und Mark Pastor (Neubrandenburg) sind der persönlichen Kontakte wegen, nach Neuruppin gekommen beziehungsweise zurückgekehrt.

Christian Will und Wilfried Mundchen, das eingespielte Trainergespann, baut daher voll auf den eigenen Nachwuchs. Mit Sebastian Posch (21 Jahre), der zuletzt in der Reserve stark auftrumpfte, und Mathiske sowie Bukowski wird das Team weiter verjüngt. Auf die alten Hasen kann und will der HCN indes (noch) nicht verzichten. Mit Rechtsaußen Christian Lück ging ein Routinier am Montag zum Auftakt jedenfalls vorbildlich voran. Zusammen mit Fabio Pastor legte er beim Cooper-Test über zwölf Minuten mit die meisten Meter zurück.

Vorbereitung HCN:

11. August: Test gegen 1. SV Eberswalde (Brandenburgliga)

19./20. August: Turnier bei Hansa Wittstock

25. bis 27. August: Trainingslager in Rostock inklusive zwei Testspiele gegen Empor Rostock

Zudem sind zwei Testspiele gegen den Oranienburger HC II mit Ex-HCNler Nico Hecht geplant.

Spielplan

(H) SV Motor Hennigsdorf (16. September)(A) 1. VfL Potsdam II (23. September)(H) HV GW Werder II (30. September)(A) SV Eichstädt (7. Oktober, 16 Uhr)(H) Grünheider SV II (14. Oktober)(A) MTV 1860 Altlandsberg II (21. Okt.)(H) TSG RW Fredersdorf (4. November)(A) SSV Falkensee (11. Nov., 19 Uhr)(H) Märkischer BSV Belzig (25. Nov.)(H) BW Wusterwitz (16. Dezember)spielfrei: 13. Januar(A) Motor Hennigsdorf (20. Jan., 16 Uhr)(H) 1. VfL Potsdam II (27. Januar)(A) HV GW Werder (17. Februar)(H) SV Eichstädt (24. Februar)(A) Grünheider SV II (3. März)(H) MTV 1860 Altlandsberg II (17. März)(A) TSG RW Fredersdorf (24. März)(H) SSV Falkensee (14. April)(A) Märkischer BSV Belzig (21. April)(A) BW Wusterwitz (28. April)spielfrei: 5. Mai

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