Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Demo für höhere Löhne im Einzelhandel

Die Demo führte zwar zur Oranienburger Kaufland-Filiale.  Kaufland und andere vom Warnstreik betroffene Filialen blieben trotz des Arbeitskampfes aber geöffnet.
Die Demo führte zwar zur Oranienburger Kaufland-Filiale. Kaufland und andere vom Warnstreik betroffene Filialen blieben trotz des Arbeitskampfes aber geöffnet. © Foto: Tilman Trebs/OGA
Tilman Trebs / 17.07.2017, 16:16 Uhr - Aktualisiert 17.07.2017, 20:01
Oranienburg (OGA) Einzelhandels-Mitarbeiter aus Brandenburg und Berlin sind am Montagvormittag durch Oranienburg gezogen. Sie fordern unter anderem höhere Löhne. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich 250 Menschen.

Zur Demo, die vom Oranienburger Bahnhof zunächst zum Schloss und von dort nach einer Kundgebung zur Kaufland-Filiale im Oranienpark führte, hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di aufgerufen. Hintergrund des Warnstreiks sind die andauernden Tarifauseinandersetzungen zwischen Ver.di und dem Handelsverband Berlin-Brandenburg (HVBB). In bislang zwei Tarifrunden sind sich Gewerkschaft und Arbeitgeber bislang nicht einig geworden.

This browser does not support the video element.

Video

Einzelhandels-Streik in Oranienburg

Videothek öffnen

Ver.di fordert für die Brandenburger Mitarbeiter unter anderem die Erhöhung der Löhne und Gehälter um einen Euro pro Stunde. Das würde nach Auskunft von Ver.di-Verhandlungsführerin Erika Ritter einem Zuwachs von sechs Prozent auf knapp 16 Euro entsprechen. Für die Azubis werden 100 Euro mehr pro Monat gefordert.

Bislang hätten die Arbeitgeber aber nur eine Lohnerhöhung von 1,5  und 1,0 Prozent für die kommenden zwei Jahre angeboten, sagte Erika Ritter in Oranienburg. "Das ist Reallohnsenkung, das machen wir nicht mit." Noch gar kein Angebot hätte der Handelsverband zum Urlaubs- und Weihnachtsgeld vorgelegt. Gewerkschafterin Ritter kritisierte, dass es für Brandenburger Kollegen immer noch 420 Euro weniger an Zuschlägen gibt, als für die Berliner "Die Ungleichbehandlung ist durch nichts gerechtfertigt. Die Angleichung muss kommen."

Da nur ein Viertel der Brandenburger Einzelhändler überhaupt Tarif zahlt, wurde in Oranienburg auch gefordert, die Abschlüsse allgemeinverbindlich für die ganze Branche erklären zu lassen. Das lehnt der Handelsverband bislang aber ab. Die nächste Verhandlungsrunde findet am Donnerstag statt.

Am Warnstreik beteiligten sich neben Kaufland-Mitarbeitern auch Kollegen von Rewe und Penny sowie Unterstützer aus Berlin. Die betroffenen Filialen blieben trotzdem geöffnet.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG