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Bündnis für Bernau präsentiert sich / Spitzenkandidat Andreas Neue bleibt bei Austritt aus der CDU

Grün-weiß-rotes Marktfest

Entspannte Atmosphäre: Leute vom Bündnis für Bernau waren auf dem Bernauer Markt mit Bürgern im Gespräch. Die neue Wählervereinigung hatte ein buntes Marktfest mit Musik und Unterhaltung organisiert.
Entspannte Atmosphäre: Leute vom Bündnis für Bernau waren auf dem Bernauer Markt mit Bürgern im Gespräch. Die neue Wählervereinigung hatte ein buntes Marktfest mit Musik und Unterhaltung organisiert. © Foto: Rainer Horn
Brigitte Horn / 19.05.2014, 03:45 Uhr
Bernau (MOZ) Zu einem großen Marktfest hatte das Bündnis für Bernau am vorletzten Sonnabend vor den Kommunalwahlen eingeladen. Ähnlich wie bei den Dienstagsdemonstrationen war ein Rednerpult aufgebaut. Dazu kamen Musik, Zirkus, Break Dance und vieles mehr. An langen Tischen konnte man dem Geschehen folgen.

Noch einmal wurden alle Register gezogen und klar gelegt, was die Kandidaten des Bündnisses für Bernau (BfB) wollen. Mitbegründer und BfB-Vorsitzender Andreas Neue blickte kurz zurück auf die zweite Hälfte des Jahres 1989. Damals hatte er eine Demo gegen die schlechten Verhältnisse im Krankenhaus der Stadt organisiert. "Ich hätte nicht gedacht, dass es wieder in Bernau Demonstrationen für Freiheit und Demokratie gibt", sagt er. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass es bei seinem Austritt aus der CDU bleibt. Damit reagierte er auf neue öffentliche Äußerungen der CDU, die angesichts seiner Krankheit von einem Ausschlussverfahren absehen wolle. Er gehe auf alle Fälle dem 25. Mai mit Optimismus entgegen.

Andreas Tornow erinnerte daran, dass das BfB aus den Dienstagsdemonstrationen heraus gegründet wurde. 40 Wochen habe man gekämpft. Dabei sei schon viel erreicht worden, darunter die Abwahl des Bürgermeisters. Darüber hinaus verwies er auf die Klagen in Sachen Altanschließerbeiträge vor dem Bundesverfassungsgericht. Ziel des BfB sei es, eine bürgernahe Verwaltung zu schaffen und das Potenzial von Bernau zu entwickeln.

Dazu gehöre nach Worten von Uwe Wollin zum Beispiel, die Umgehungsstraße nicht aus den Augen zu lassen, sich aber auch um die Angelegenheiten der jungen Leute zu kümmern. Die Unterstützung des Bündnisses für die Aktion der Jugendlichen vom Skaterpark habe schon Erfolg gezeigt. 1000 Unterschriften seien gesammelt und dem Finanzausschuss übergeben worden. So sei der Wunsch zur Erneuerung und Erweiterung des Skaterparks im Entwurf des Bürgerhaushalts auf Platz 1 vorgerückt. Endgültig sei der Bernauer Bürgerhaushalt allerdings noch nicht entschieden worden.

Edelgard Wisniewski verfolgte die Reden aufmerksam. Sie ist eine alte Bernauerin, die jeden Dienstag bei den Demonstrationen dabei ist und hofft, Geld zurückzubekommen. Sie habe viele Jahre wenig verdient und jetzt nur eine kleine Rente, so dass sie wegen der Wasser- und Abwasserbeiträge sehr rechnen müsse. Für die Straßenbaubeträge habe sie sogar einen Kredit aufnehmen müssen. So dürfte der stellvertretende BfB-Vorsitzende Horst Werner, der auch Heimatvereinsvorsitzender ist, ihr aus der Seele gesprochen haben, als er sagte: "Weg mit den Schandbeiträgen". Wir werden uns wehren, zeigte er sich kämpferisch.

Verärgerung gab es bei Bündnisleuten allerdings über die "schwarzen Listen", die Bernd Schuhmann in die Diskussion gebracht hatte. Der unterstütze zwar den Protest gegen die Altanschließerbeiträge, er gehöre aber nicht zum Bündnis für Bernau, sagte eine BfB-Sympathisantin. Sie meinte, dass man schon tolerieren müsse, dass auch die anderen Parteien und Wählergruppen ihre Kandidaten ins Rennen schicken.

Auf den Flyern, die jeder mitnehmen konnte, waren die Ziele des Bündnisses formuliert. Dazu gehört nicht nur die Umstellung auf das Gebührenmodell, sondern auch die Aufarbeitung der Probleme in der Stadt oder die Verhinderung der Verschwendung von Steuermitteln und andere.

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