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Schwedt eröffnet neuen Freilauf für Vierbeiner

Hundsvergnügen im Pappelwald

Der Mischling Buddy von Josie Herbelschmidt aus Schwedt kann im neuen Hundewald von Schwedt frei durchs Gelände stromern.
Der Mischling Buddy von Josie Herbelschmidt aus Schwedt kann im neuen Hundewald von Schwedt frei durchs Gelände stromern. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Michael Dietrich / 27.07.2017, 08:00 Uhr
Schwedt (MOZ) Die Stadt hat seit Mittwoch einen Hundewald. Im eingezäunten Areal im Pappelwäldchen an der Teichmannstraße können Halter ihre Hunde frei laufen lassen. Die Idee stammt aus der Bürgerschaft und wurde aus dem ersten Bürgerhaushalt der Stadt finanziert.

Mischlingshund "Kenny" von Heinz-Peter Kaiser aus Schwedt schien es nicht erwarten zu können. Herrchen konnte ihn kaum bändigen. Der Beagle-Labrador-Mischling winselte und bellte vor Aufregung so laut, dass man von der Eröffnungsrede des Bürgermeisters nicht sehr viel verstand. Egal, diesmal ging es ja auch um ihn, Kenny, und die anderen Vierbeiner und ihre neue Spielwiese.

Das Areal im kleinen Pappelwäldchen ist zirka ein Hektar groß und von einem Wildzaun umgeben. Im halboffenen Gelände wechseln sich schattige und sonnige Plätze ab, natürlich nur, wenn es nicht in Strömen regnet wie zur Eröffnung.Vor dem Eingang steht ein Tütenspender mit Abfallkorb und eine Informationstafel mit - wir sind in Deutschland - Nutzungsregeln. Dort steht auch, dass der Hundewald offiziell Freilauffläche für Hunde heißt. Warum einfach, wenn's kompliziert geht!

Auf dem Gelände sind zwei Bänke aufgestellt. Ein Sandbad für die Hunde wurde am Fuße eines kleinen Hügels angelegt. Witziges Detail: Oben auf dem Hügel steht eine Bank, auf der man wie auf einem Feldherrenhügel die Vierbeiner im Blick hat. In einer anderen Ecke liegen Baumstämme, um das Gelände für den Auslauf interessant zu gestalten.

Kaum war die Eingangstür in der Nähe des Parkplatzes geöffnet, fegten Kenny, Buddy und sechs weitere Hunde auf der Fläche kreuz und quer übers Gelände, beschnupperten und jagten einander, hörten auf die Rufe ihrer Halter oder auch nicht. Auch jenen Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die keine Hundefreunde sind und zum Außentermin bei Dauerregen augenscheinlich missmutig angetreten waren, huschte angesichts des Hundevergnügens ein Lächeln übers Gesicht. Niemals wäre das Rathaus darauf gekommen, so eine Anlage zu errichten. Das haben Buddy und Co dem Bürgerbudget zu verdanken.

"Das ist ne ganz tolle Sache, dieser Hundewald. Ich habe selber für die Idee von Ilona Bormann gestimmt und bin sehr froh, dass es wirklich geklappt hat", sagt Heinz-Peter Kaiser. Er freue sich schon darauf, sich künftig regelmäßig mit befreundeten Hundehaltern hier zu verabreden.

Bürgermeister Jürgen Polzehl erinnerte daran, dass der Vorschlag aus der Bürgerschaft kam und von 913 Schwedtern bei der Abstimmung zum ersten Bürgerhaushalt auf Platz zwei landete. Damit konnten 15 000 Euro aus dem Bürgerbudget für den Hundewald verwendet werden.

Tatsächlich hatte die Stadt einen etwas größeren Aufwand. Zaunkauf und Montage, Befestigung des Weges zum Eingang, Eingangstor und zwei Zufahrten zur Pflege, Kauf und Einbau von Bänken, Ständern - das alles lag gerade so im Budget. Jetzt, wo das Wäldchen mit Pappeln, Robinien, Erlen und etwas Unterholz öffentlich genutzt wird, hat die Stadt auch zusätzlichen Aufwand wie regelmäßiges Mähen der Wiese und Baumschnitt zur Verkehrssicherung.

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