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400 neue Anwärter: Einstellungsrekord bei der Polizei

Die Ausbildung an der Waffe ist Teil des Studiums an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg.
Die Ausbildung an der Waffe ist Teil des Studiums an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg. © Foto: Burkhard Keeve/OGA
Burkhard Keeve / 28.07.2017, 14:49 Uhr - Aktualisiert 28.07.2017, 16:18
Oranienburg (OGA) Die Polizei Brandenburgs rüstet auf. Neben neuen Dienstwaffen wie die MP 7 wird auch beim Personal zugelegt. Erstmals werden dieses Jahr 400 Polizeianwärter eingestellt - so viele wie nie zuvor.

"Die erste Hälfte ist schon eingestellt, die zweite folgt im Oktober", sagte am Freitag Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) bei einem Besuch der Polizeifachhochschule Oranienburg. Zuvor war die Zahl der Neueinstellungen bei der Brandenburger Polizei von 101 im Jahr 2010 auf 351 im vergangenen Jahr erhöht worden.

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"Die Polizei muss gestärkt werden", sagte Schröter. Dringlich werde das durch die "veränderte Sicherheitslage in ganz Europa". Die Anforderungen der Polizei seien durch Zuwanderung und erhöhter Terrorgefahr in den vergangenen Jahren auch in Brandenburg gewachsen, so Ingo Decker, Sprecher des Innenministeriums. "Jetzt geben wir Volldampf bei der Ausbildung", sagte Decker in Oranienburg. Gab es 2011 im Innenministerium noch die Überlegungen durch eine Reform die Stellen bei der Polizei bis 2020 auf rund 6 000 schrumpfen zu lassen, ist jetzt "die Zeit des Personalabbau vorbei", betonte Karl-Heinz Schröter. Bis 2018 sollen in Brandenburg nun 8 250 Polizistenstellen besetzt sein.

Um das zu erreichen, setzt das Land verstärkt auf die Ausbildung. Mit der Rekordeinstellung junger Polizisten will Innenminister Schröter zudem die Lücken füllen, die jedes Jahr durch Pensionierungen von Polizeibeamten entsteht. Im Jahr gehen in Brandenburg bis zu 300 Polizisten in den Ruhestand. "Um das zu kompensieren brauchen wir neuen und gut ausgebildeten Nachwuchs", sagte Schröter.

Mehr als 6 800 Bewerbungen gibt es jährlich für die Polizeifachhochschule. Längst nicht alle entsprechen den Anforderungen. "Es ist ein Kampf um die besten Köpfe", sagte am Freitag Fachhochschulpräsident Rainer Grieger. (Kommentar + Seite 2)

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