Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

OHC Dritter beim Matthäi-Cup: Zeit der Experimente beendet

Verdiente sich Bestnoten: Per Oke Kohnagel (rechts) kam im Sommer von der SG Flensburg-Handewitt II nach Oranienburg. Präsident Thomas Stahlberg lobt seine Spielintelligenz und das hohe Tempo.
Verdiente sich Bestnoten: Per Oke Kohnagel (rechts) kam im Sommer von der SG Flensburg-Handewitt II nach Oranienburg. Präsident Thomas Stahlberg lobt seine Spielintelligenz und das hohe Tempo. © Foto: Nico Albrecht
Stefan Zwahr / 07.08.2017, 11:43 Uhr
Oranienburg (OGA) Acht Handball-Drittligisten ermittelten am Wochenende den Sieger beim Matthäi-Cup in Oranienburg. Ein solches Turnier suche bundesweit seinesgleichen, bemerkte Thomas Stahlberg. Der Präsident des gastgebenden OHC war vom Auftritt seines Teams angetan, wenngleich es nur für Platz drei reichte.

Nach Siegen gegen den SC Magdeburg II (25:15) und Empor Rostock (19:17) verspielten die Oranienburger am Sonnabend durch ein 13:15 gegen den MTV Braunschweig den Gruppensieg. "Es mag sein, dass unsere Jungs ein bisschen platt waren", sprach Stahlberg nach dem 17:22 gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin von Substanzverlust. "Dennoch waren sehr gute Ansätze dabei. Das sah schon gut aus."

Mehr aber auch nicht, bemerkte Trainer Christian Pahl. "Wir können nicht zu 100 Prozent zufrieden sein. Es war nicht alles optimal." Seine Schützlinge hätten phasenweise schon ein sehr hohes Level erreicht, aber auch Nachholbedarf offenbart. Letzteres sei nicht schlimm. "Das Turnier sollte dazu beitragen, dass wir uns finden." Das Oranienburger Trainergespann nutzte das Turnier (dieses wurde bislang als MBS-Cup ausgetragen), um zu probieren. "Das haben die meisten Teams so gemacht. Dafür war das Turnier, dessen Organisation überragend war, hervorragend geeignet", so Pahl. Der dritte Platz habe keinen sportlichen Wert, sorge aber dafür, dass in den kommenden Wochen entspannt gearbeitet werden kann.

Der Coach des Vorjahresvierten betont, dass die Experimentierphase nun abgeschlossen sei. "Jetzt geht die heiße Phase der Vorbereitung los. Wir haben Erkenntnisse gewonnen, wie wir das eine oder andere positionieren wollen. Jetzt kommt der Feinschliff. Mal sehen, wie weit wir in den nächsten Wochen kommen." Am 26. August steht gegen Potsdam das erste Punktspiel an. "Vielleicht brauchen wir auch dann noch ein wenig Geduld."

Thomas Stahlberg ist sich nach dem Turnier-Wochenende sicher: "Wir können positiv in die Saison gucken." Dennis Leroy Schmöker habe einen überragenden ersten Tag gespielt. "Er hat fast alles versenkt." Simon Herold und Ivan Szabo hätten gezeigt, "dass wir noch immer zumindest eines der besten Torhüterduos der Liga haben". Angetan war der Präsident auch von Per Oke Kohnagel. Der Neuzugang aus Flensburg verfüge über eine hohe spielerische Intelligenz und hohes Tempo. "Und auch der junge Neuruppiner Nico Hecht hat gut ins Team gefunden."

Dennoch warnt Thomas Stahlberg vor überzogenen Erwartungen. "Wir haben ein gutes Turnier gesehen, auf dem sich die Mannschaften auf einem Level bewegt haben. Es wird wieder eine harte Saison."

Dass die Fans der neuen Spielzeit entgegenfiebern, zeigte sich am Wochenende. "In der Spitze waren 300 Zuschauer in der Halle. das Turnier wird angenommen", freut sich Stahlberg. Alles in allem sei es erneut ein Topturnier gewesen. "Dass mit Braunschweig und Rostock nur zwei Neulinge dabei waren, zeigt, dass es eine runde Sache ist."

Die Mecklenburger Stiere gewannen das Finale gegen den MTV Braunschweig mit 18:12. Pahl: "Braunschweig hat mich sehr positiv überrascht. Im Finale hatten sie leider nicht mehr alle Spieler zusammen und waren vielleicht ein wenig gehandicapt. Schwerin hat das abgerufen, was ich erwartet hatte."

Doch nicht nur für die Mannschaften war das Event ein Test. "Auch für einige Schiedsrichter-Gespanne, die unter Beobachtung standen, und das Kampfgericht war es eine Schulungsmaßnahme", berichtet Stahlberg.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG