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Musikerin Judy Bailey bringt Kirche und Publikum zum Beben / Erste Veranstaltung zum Kultursommer

Ein Hauch Barbados im Malchetal

Katrin Hartmann / 14.08.2017, 07:30 Uhr - Aktualisiert 14.08.2017, 12:31
Bad Freienwalde (MOZ) Das Malchetal hat am Sonnabend den Auftakt seines Kultursommers erlebt. Sängerin Judy Bailey und ihre dreiköpfige Band haben die Kirche und das Publikum zum Beben gebracht. So viel Schwung hängt noch eine Weile nach.

Sängerin Judy Bailey hat mit ihrem Konzert am 12. August den Auftakt zum Malche-Kultursommer gegeben. Die gebürtige Musikerin aus Barbados, die schon seit vielen Jahren in Deutschland lebt, hat Publikum und Kirche zum Beben gebracht - nun bereits zum zweiten Mal.
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Judy Bailey rockt das Bad Freienwalder Malchetal

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Wenn diese Frau Zähne zeigt, zeigt auch ihr Publikum Zähne. Judy Baileys freudestrahlendes Lächeln findet Anklang. Bei Jung und Alt, Groß und Klein, Mann und Frau.

"Malche - das klingt so schön", sagte die Musikerin, die bereits für Papst Franziskus sang und zusammen mit Rihanna auftrat, zum Auftakt ihres fast dreistündigen Konzerts in der Kirche am Sonnabend. Damit hatte sie die Sympathien gleich auf ihrer Seite. Einigen Besuchern im Publikum war sie bereits bekannt, schnellten doch mehrere Hände in die Höhe, als sie fragte, ob auch Musikfreunde anwesend seien, die bereits bei ihren ersten Auftritt im Malchetal 2015 besucht hatten.

Schon mit ihrem ersten Song schuf die gebürtige Barbadierin, die nun seit fast 20 Jahren mit ihrem deutschen Mann Patrick Depuhl und ihren drei Kindern Levi, Noah und Jacob in Deutschland lebt, sofort eine Verbindung zwischen Musikern und Publikum. Bei "Rise like a Champion - Steh auf wie ein Gewinner" forderte sie Frauen, Männer und Kinder auf, genau dies zu tun. Und so erhoben sich die Gäste in der gut gefüllten Kirche, klatschten mit, sangen gemeinsam den Refrain. Allen voran, die Kinder in der ersten Reihe.

"Diese Frau ist einfach toll", sagte Andreas Beier vom Malcheteam, dem es neben Gundula Eichler zu verdanken ist, dass die weltbekannte Musikerin keine Scheu hatte, in das beschauliche Tal zurückzukehren. "Ich hatte sie mal bei einem Kongress gesehen und dann gleich angesprochen", sagte Andreas Beier. "Zum Glück war sie offen, auch an ungewöhnlichen Orten zu spielen", fügte er hinzu.

Dass Judy Bailey die passende Musikerin zum Auftakt des Malche-Kultursommers sei, empfand auch Gundula Eichler so. Sie selbst hielt es fast keine Sekunde des Konzerts auf ihrem Sitzplatz. Ausgelassen tanzte und sang sie zu den rhythmischen Klängen und harmonischen Texten von Judy Baileys neustem Album "One" mit.

Auch Bassist und Gitarrist Leroy Johnson, der aus Großbritannien angereist war und nach dem Flug vorerst ohne seine vermisste Reisetasche weiter musste, brachte die Menge zum Singen. Mit einer Stimme so tief wie sein Bass, stimmte er den Song "Let the son shine - Lass deinen Sohn strahlen" oder als Wortspiel auch "Lass die Sonne scheinen" an.

Gemeinsam mit Schlagzeuger Daniel Jacobi und Patrick Depuhl (Percussion) brachte Leroy Johnson die Männer in der Kirche zum Singen. Judy Bailey ermunterte indes die Frauen einen Part in dem Lied "Time for change - Zeit für Veränderungen" zu übernehmen. Drei mutige Mädchen und junge Männer schmetterten ihren Part sogar auf der Bühne live ins Mikrophon.

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