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Vom Wohnzimmer auf die Bühne

Musiker-Duo: Fabio Targhetta aus Venedig und Alexander Peppler aus Frankfurt treten als die Gruppe "Soulshaker" auf. Nach ihrem Auftritt auf dem Oboa-Festival entspannten sich die beiden beim Kneipenquiz, Jazz und Cocktails.
Musiker-Duo: Fabio Targhetta aus Venedig und Alexander Peppler aus Frankfurt treten als die Gruppe "Soulshaker" auf. Nach ihrem Auftritt auf dem Oboa-Festival entspannten sich die beiden beim Kneipenquiz, Jazz und Cocktails. © Foto: MOZ/Jan-Henrik Hnida
Jan-Henrik Hnida / 22.08.2017, 06:40 Uhr - Aktualisiert 22.08.2017, 09:04
Frankfurt (Oder) (MOZ) Sonst treten die "Soulshakers" auf der Straße, in Berliner Bars oder in heimischen Wohnzimmern auf - oder in der Show "Zeig dein Talent" im Kleist Forum. Beim Oboa-Festival im Fort Gorgast musizierte der Viadrina-Student Alexander Peppler erstmals vor vielen Zuschauern.

Hunderte Musikliebhaber von nah und fern kamen auch in diesem Jahr wieder ins Küstriner Vorland, nach Gorgast. Beim Oderbruch Open Air (Oboa) spielten 50 Bands Live-Musik, DJ's legten auf, Kino und Workshops liefen. Auf dem Gelände des Fort Gorgast treten seit 15 Jahren auch Nachwuchskünstler auf - wie der Frankfurter Student Alexander Peppler mit seiner Band "Alexander Peppler and the Soulshaker". Mit seinem Kollegen Fabio Targhetta war es das erste Mal live, vor großem Publikum.

"Es hat super viel Spaß gemacht", sagt Alexander. Nach seinem Auftritt wirkt der Musiker erleichtert. Zusammen mit seinem Compagnon Fabio, der ihn seit gut einem Jahr trommelnd auf der Cajón-Box begleitet, stand der 27-Jährige auf der Hauptbühne und sang Songs wie "All over again" und "Scars". Zu den selbstkomponierten Liedern wippten passend im Takt 18-Jährige, Eltern mit ihren Kindern und graubärtige Rocker. In der August-Sonne genossen die Festival-Besucher Alexanders klare Stimme, seine schwungvollen Gitarreneinlagen und Fabio's energiegeladenen Taktschläge. "Das Oboa-Festival ist nicht so "hipster"-mäßig wie oft in Berlin", meint Alexander anerkennend. Nach seiner Festival-Premiere bleibt er noch als Privatperson, macht beim Kneipenquiz mit. Seine Gruppe "Rolle und die Unwissenden" erreicht den zweiten Platz. Wie kam der Akkustik-Musiker eigentlich zum Oboa? "Im Januar habe ich mich per Email beworben", erklärt er. Nachdem die Festival-Veranstalter sein Musik-Video sahen, gehörte er zum Programm.

Zurzeit studiert der gebürtige Hesse Kulturwissenschaften an der Viadrina. Vor seinem Master reiste der 27-Jährige durch die Niederlande und Irland - Folkmusik der 1960-er und 70-er Jahre prägte seine Anfangszeit als Künstler. Nach ersten Live-Auftritten in irischen Pubs und darauf folgenden Konzerten veröffentlichte er vor zwei Jahren seine erste Platte - "Arrive" (Ankommen).

In Berlin spielte er in Bars, auf Partys und in Wohnzimmern. Seit letztem Frühjahr macht er es mit italienischer Verstärkung. "Fabio und ich haben uns in der Hauptstadt kennen gelernt", erzählt Alexander. Der Venezianer ist zwar Schlagzeuger, doch entlockt er seiner Klopfkiste (Cajón) ebenso gefühlvolle Töne, wie der Frontmann mit seiner Akkustik-Gitarre. Und sie haben große Pläne. "Wir wollen professioneller werden", sagt Alexander.

Im Herbst fahren die beiden Musiker nach Italien, um sich bei Venedig in ein Aufnahmestudio zu verschanzen. In Fabio's Heimatstadt wollen sie neu komponierte Lieder vertonen und aufnehmen - für das Debütalbum, das Anfang nächsten Jahres veröffentlicht werden soll.

Seit April sind die "Soulshakers" sogar zu Dritt: Anne Bausch begleitet die zwei Herren auf ihrem Cello. Dadurch kann das "Helle und Dunkle der Lieder" noch mehr betont werden. Nach Studium und Kellner-Jobs hoffen sich die Künstler zukünftig mit ihrer Musik zu verdingen.

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