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Kinderbauernhof Erkner feiert Sommerfest mit Einweihung der Sonnenuhr / Benefizbowling für Männerchor

Neue Zeitrechnung für Tierfreunde

Mara Kaemmel und Martin Stralau / 03.09.2017, 19:35 Uhr
Erkner (MOZ) Auf dem Kinderbauernhof gab es am Sonntag viele fröhliche Gesichter. Dafür verantwortlich war nicht nur das Sommerfest, sondern auch die Einweihung der Sonnenuhr, die früher den Kirchvorplatz zierte.

Es ist vollbracht: Die ehemalige Sonnenuhr der Wohnungsgesellschaft Erkner (WGE) zeigt jetzt auf dem Gelände des Kinderbauernhofs die Zeit an. Sie wurde beim Sommerfest am Sonntagnachmittag an ihrem neuen Standort eingeweiht. Diese Analemmatische Sonnenuhr mit Ziffernblatt am Boden zierte einst den Kirchvorplatz und wurde im Zuge der Umwidmung zum Marktplatz von der WGE an den Kinderbauernhof abgegeben. Doch ohne das Geld von Sponsoren hätte sie dort nicht wieder aufgestellt werden können. Martina Jander vom Kinderbauernhof dankte deshalb bei der Einweihung der Stadt Erkner und dem privaten Sponsor Dr. Rainer Wenkel für die finanzielle Unterstützung von jeweils 1000 Euro und betonte: "Mit dieser Uhr können den Kindern viele Sachverhalte aus der Mathematik, Astronomie, Geografie und Geschichte anschaulich gemacht werden."

Dass die im Halbkreis angeordneten Steinblöcke mit den Ziffern wie neu aussehen, ist den Schwestern Saskia und Hanna Simon zu verdanken. Beide sind Mitglieder des Kinderbauernhof-Trägervereins "Tiere für Euch" und haben die Steine nicht nur gereinigt, sondern Zahl für Zahl neu lackiert. Saskia Simon demonstrierte deshalb auch gern, wie die Uhr funktioniert. Mit gerecktem Arm stellte sie sich auf den Stein in der Mitte. "Wer die Zeit ablesen will, muss selbst als Zeiger fungieren", erklärte sie.

Der Zeitmesser war an diesem Nachmittag aber nur eine von vielen Attraktionen für die rund 500 Besucher beim traditionellen Sommerfest, das jedes Jahr vom SPD-Ortsverein Erkner-Gosen-Neu Zittau organisiert und finanziert wird. Am Trampolin, im Streichelgehege und bei der Freiwilligen Feuerwehr - überall war viel los. So ließ Luisa Pohl ihre mutige, gerade mal 19 Monate alte Tochter Ella ein Pony streicheln und Jenny Bähnisch buk mit ihrem Sohn Moritz (3) Stockbrot über offenem Feuer. Spaß hatten auch Sascha Tuchen und seine zweieinhalb Jahre alte Tochter Kim beim Büchsenwegspritzen. "Wir kommen gern auf den Kinderbauernhof, auch wenn es kein Fest gibt", sagte er. "Aber das Fest ist für die Kinder wirklich ein schöner Höhepunkt im Jahr."

Jörg Vogelsänger, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Erkner hob die Stellung des Bauernhofs für die Stadt hervor. "Wir sind stolz, dass es den Kinderbauernhof in Erkner gibt, er ist ein Stück Lebensqualität." Vogelsänger war auch am Sonnabend beim Benefizbowling auf der Hausbahn in der Stadthalle dabei. Zweimal jährlich unterstützt seine Partei damit einen guten Zweck. Die Bahnen sind bezahlt, jeder, der mitmacht, kann eine Spende geben. War es im März der Kinderbauernhof selbst, für den gebowlt wurde, durften dieses Mal die Mitglieder des Männerchores "Harmonie" Erkner 1884 gespannt sein, was am Ende als Spendenergebnis zusammenkommt. Immerhin 910 Euro waren es - Geld, das der 70 Mitglieder starke Chor, 25 davon singen regelmäßig bei Konzerten, dringend benötigt. "Wir haben uns diesmal für den Männerchor entschieden, weil eine große Einnahmequelle, das Pfingstkonzert, jetzt schon zum zweiten Mal in Folge ziemlich ins Wasser gefallen ist", sagte der SPD-Stadtverordnete und Bürgermeisterkandidat Jan Landmann.

Jörg Vogelsänger richtete den Blick derweil schon wieder auf die nächste Benefiz-Veranstaltung. "Zum Jahresanfang bowlen wir für den FV Erkner", sagte er. Dem Verein war bei einem Brand in einem Lager ein Schaden von 6000 bis 8000 Euro entstanden.

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