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Doppeldorf feiert am Wochenende 650 Jahre Petershagen, die Feuerwehr des Ortsteils wird 110

Zweifaches Jubiläum

Vielfältig einsetzbar: Das hochmoderne Tanklöschfahrzeug, erst im Juli offiziell übergeben, ist die jüngste Neuanschaffung im Fuhrpark.
Vielfältig einsetzbar: Das hochmoderne Tanklöschfahrzeug, erst im Juli offiziell übergeben, ist die jüngste Neuanschaffung im Fuhrpark. © Foto: privat
Thomas Berger / 07.09.2017, 06:35 Uhr - Aktualisiert 11.09.2017, 12:09
Petershagen-Eggersdorf (MOZ) Am Wocheennde wird im Doppeldorf das Ortsjubiläum 650 Jahre Petershagen mit einem bunten Festprogramm rund um den Dorfanger gefeiert. Mittendrin dabei ist auch die Freiwillige Feuerwehr des Ortsteils: Sie hat ihrerseits noch 110. Geburtstag.

Mit einem Festakt am Freitagabend als Einstieg und dem großen, bunten Festwochenende am 9. und 10. September hat das Doppeldorf das große Ortsjubiläum 650 Jahre Petershagen gefeiert. Auch 110 Jahre örtliche Feuerwehr reihten sich da mit ein, die Brandschützen boten im vielfältigen Programmreigen ebenso diverse Vorführungen, wie die örtlichen Schulen mit Theater, Musik und Tanz vertreten waren. 80 Stände lockten zum Schauen, Staunen, Kaufen und teils auch Mitmachen. Gratulationen überbrachten Gäste aus den Partnergemeinden Petershagen/Weser, dem polnischen Bogdaniec und dem weißrussischen Dowsk. Das von dort kommende Folkloreensemble "Radost" absolvierte gleich mehrere Auftritte.
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650 Jahre Petershagen

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Zur großen Jubiläumsfeier bringt sich nahezu alles ein, was an Vereinen, Institutionen und Gruppen in Petershagen wie der Gemeinde Rang und Namen hat. Allein auf der großen Bühne draußen sowie der kleinen im Dorfsaal geben sich die einzelnen Akteure, um Gäste aus Nachbarorten oder der weißrussischen Partnergemeinde ergänzt, gewissermaßen die Klinke in die Hand (siehe Festprogramm). Beide Tage über sind zudem rund 80 Aussteller an Info- und Mitmach-Ständen in der kleinen und großen Dorfstraße vertreten, Polizei mit dem Angebot Fahrradcodierung und die Verkehrswacht aber nur am Sonnabend. Offene Türen bieten ganztägig Angerscheune, Büdnerhaus, Dorfsaal, Kinderbauernhof, Petruskirche, das Atelier Michael Hermann (Dorfstraße 60) und der Hof von Familie Siewert (Dorfstraße 18). Das Schulmuseum ist beide Tage 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Brandschützer werden an zwei Stellen für ihr eigenes Jubiläum Präsenz zeigen. Am Hauptstandort vor dem alten Schulgebäude werden Besucher vor allem Gelegenheit haben, allerlei historische Technik zu bewundern. Die moderne Ausrüstung der Feuerwehr einschließlich des gerade erst im Juli übergebenen brandneuen Tanklöschfahrzeugs wird ein Stück weiter jenseits der großen Bühne stehen. Auch ein Teil der Vorführungen wird aus Platzgründen dorthin verlegt. In jedem Fall werden gerade Kinder und Jugendliche Gelegenheit haben, Verschiedenes aus dem Feuerwehralltag auszuprobieren.

Zwölf Bürger des damals noch eigenständigen Petershagen waren es, die sich am 24. März 1907 auf Initiative des Schmiedemeisters Wilhelm Abel zur Gründungsversammlung der örtlichen Feuerwehr einfanden. Immerhin gab es schon in der Anfangszeit das Spritzenhaus an der Schule (deswegen auch die Standortwahl beim Fest) und eine zuvor angeschaffte Handdruckspritze. Dem nun fachkundigen Löschteam stand ab 1910 für 18 Jahre bis zu seinem Tod der Bauunternehmer Paul Lindholz vor. Eine ähnlich prägende Persönlichkeit an der Spitze wie gleich nach Ende des Zweiten Weltkriegs Ernst Kandzia, der 1945 den schwierigen Wiederaufbau der Strukturen einleitete, war Gerhard Günzler von 1957 bis 1972 und schließlich, stolze 37 Jahre lang, ab 1975 Feuerwehrdenkmal Hans-Dieter Kandzia.

Vielfältig werden beim doppelten Jubiläum Rückblicke und Erinnerungen ausfallen. An die Anfänge der 1964 gegründeten Jugendwehr, die erste Sirene 1926 (statt der vorher zum Alarm läutenden Kirchenglocken), dem Umzug des Gerätehauses in die Eggersdorfer Straße 1932 und die Errichtung des neuen Gebäudes dort im Jahr 2005, nachdem das alte Domizil trotz stetiger Erweiterungen zu klein geworden war. Aber auch der Fuhrpark wird auf Interesse der Besucher stoßen.

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