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Jannulis Tembridis stellt in Wulkow aus

Kunstbegeisterte Dorfbewohner

Machen sich ein Bild: Zur Vernissage im Ökospeicher Wulkow waren zahlreiche Dorfbewohner und Besucher von außerhalb gekommen. Beate Tembridis (Mitte, rote Jacke) sprach einleitende Worte zur Herangehensweise des Künstlers an seine Werke.
Machen sich ein Bild: Zur Vernissage im Ökospeicher Wulkow waren zahlreiche Dorfbewohner und Besucher von außerhalb gekommen. Beate Tembridis (Mitte, rote Jacke) sprach einleitende Worte zur Herangehensweise des Künstlers an seine Werke. © Foto: MOZ/Josefine Jahn
Josefine Jahn / 12.09.2017, 06:00 Uhr
Wulkow (MOZ) Booßen (jsj) Manchen Dörfern mag man nachsagen, dass sie den Leuten, die dort leben, nicht viel mehr bieten als ein ruhiges Leben fernab von städtischem Trubel. Alles andere als verschlafen zeigt sich das Dorf Wulkow. Am Freitag hatte der Ökospeicher-Verein zur Vernissage der Ausstellung "Ikonen oder Mache dir ein Bild" eingeladen. Gezeigt werden Malereien des in Radebeul geborenen, in Berlin aufgewachsenen und lange in Wulkow lebenden Künstlers Jannulis Tembridis.

2008 mit dem Brandenburgischen Kunstpreis in der Kategorie "Plastik" ausgezeichnet, hatte er zuletzt vor fünf Jahren Werke im Ökospeicher gezeigt. Es wurde also wieder Zeit für eine Schau, dachten sich die Mitglieder des Vereins des Speichers. "Was liegt näher, als den ortsansässigen Künstler auszustellen?", fragte Fred Pilarski, Vorstandsmitglied des Ökospeichers, die Gäste. Beate Tembridis, seit mehr als 30 Jahren Wegbegleiterin des Bildhauers, Grafikers und Malers, leitete mit einer Rede ein: "Die meisten kennen ihn ja als Bildhauer, dennoch ist die Malerei ein großer Teil seiner Arbeit", sagte sie. Trotzdem sehe man seinen Bildern an, dass er bildhauerisch an sie herangehe.Tatsächlich zeigen Tembridis' Bilder Frauen- und Männerfiguren, immer etwas kantig, als seien sie aus einem Stein geschlagen worden. "Man hat Lust, drum herum zu laufen", schildert Beate Tembridis ihre Eindrücke.

"In einen Stein sehe ich mich hinein, bis die Idee da ist", erklärt Jannulis Tembridis. Die Bearbeitung nehme selbstredend viel Zeit in Anspruch. Seine Malereien sind - anders als vielleicht vermutet - keine Skizzen zu späteren Skulpturen. "Man muss ja die Mühen dahinter nicht sehen", sagt der Künstler und gibt zu, dass sich hinter manchen seiner Ikonen "hunderte von Schichten" verstecken. Zahlreiche Dorfbewohner und Besucher machten sich bereits am Freitag ihr eigenes Bild. "Das halbe Dorf ist hier, toll", sagte Fred Pilarski begeistert.

"Ikonen oder Mache dir ein Bild", bis 31. Oktober, Fr bis So von 12 bis 21 Uhr im Ökospeicher

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