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S&P droht Italien weiter - Irland wird hochgestuft

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dpa / 07.06.2014, 11:49 Uhr
London (dpa) Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) sieht trotz des jüngsten Regierungswechsels noch keine Verbesserung der Kreditwürdigkeit von Italien. Die Bonitätsnote bleibe bei "BBB", teilte S&P am Freitag in London mit. Der Ausblick für das Rating ist "negativ". S&P droht also der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone weiter mit einer Herabstufung. Die aktuelle Note liegt lediglich zwei Stufen über dem sogenannten Ramschniveau. Derweil stufte S&P die Kreditwürdigkeit von Irland erstmals seit Beginn der Euro-Schuldenkrise hoch, und zwar von "BBB+" auf "A-", teilte S&P am Freitagabend in London mit.

Einige Beobachter hatten im Falle Italiens zumindest mit der Anhebung des Ausblicks gerechnet. S&P begründete den negativen Ausblick indes mit den schwachen Wachstumsaussichten des Landes. Mit Blick auf die Reformpolitik des neuen italienischen Premierministers Matteo Renzi äußert sich S&P zurückhaltend. Die bisher von der Regierung geäußerten Absichten seien ermutigend. Man müsse jedoch abwarten was von dem Programm umgesetzt werde und in welchem Zeitraum dies geschehe. Die Ratingagentur Moody's bewertet die Bonität von Italien wie Moody's (Baa2) und Fitch bewertet eine Note besser ("BBB").

Den Iren werden unterdessen noch bessere Noten in Aussicht gestellt: Der Ausblick für das Rating bleibt positiv. S&P begründete die positive Haltung mit verbesserten Wachstumsaussichten des Landes. Im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2016 erwartet die Agentur ein Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent. Bisher war sie nur von 2,0 Prozent ausgegangen. S&P lobt die Reform- und Sparpolitik des Landes. Die Agentur erwartet eine weiterhin starke Auslandsnachfage und eine anhaltende Erholung der Binnenwirtschaft. Die hohen Investitionen aus dem Ausland stützten die Binnenwirtschaft. Gefahren sieht S&P vor allem noch im Bankensektor.

S&P bewertet Irland jetzt besser als die Konkurrenten Moody's und Fitch, die das Land eine Note schlechter einstufen. Seit Ende 2013 befindet sich Irland nicht mehr unter dem Euro-Rettungsschirm. Zuletzt hat sich das Land auch wieder erfolgreich über die Kapitalmärkte refinanziert.

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