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Wriezener Steffen Blunk lädt zur Vernissage in saniertes Haus in Wriezen ein

Neue Kunst in alter Villa

Frischzellenkur für Wriezen: Anne und Steffen Blunk mit den Töchtern Katharina Anna (2) und Lara Victoria (5) vor ihrer sanierten Villa am Berliner Berg in Wriezen.
Frischzellenkur für Wriezen: Anne und Steffen Blunk mit den Töchtern Katharina Anna (2) und Lara Victoria (5) vor ihrer sanierten Villa am Berliner Berg in Wriezen. © Foto: MOZ/Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 17.03.2017, 06:20 Uhr
Wriezen (MOZ) Der bildende Künstler Steffen Blunk hat sich am Berliner Berg in Wriezen eine Villa gekauft und saniert. Erstmals lädt er am Sonntag zu einer Ausstellung in sein neues Domizil ein. Dabei zeigt er keine eigenen Arbeiten, sondern Exponate sechs befreundeter Künstlerinnen.

"Wir fühlen uns wohl in Wriezen und haben den Schritt nicht bereut", versichern Anne und Steffen Blunk und lehnen sich auf dem Sofa zurück. Vergangenes Jahr sind sie von Berlin ins Oderbruch gezogen. "Nach Wriezen sind wir eher durch Zufall gekommen. Wir suchten ein Haus, wollten raus aus Berlin", erzählt Steffen Blunk. Eigentlich suchten sie einen Bauernhof. Zufällig entdeckte Steffen das Exposé der alten Villa im Internet. Eher aus Spaß schauten sie sich das Haus an. "Ich habe mich sofort verliebt", erinnert sich Blunk.

Die Kirche hatte das Haus schon mehrere Jahre versucht zu verkaufen, weil sie Eigenkapital zur Sanierung der Marienkirche in Wriezen benötigte. Die "Ratsherren-Villa" wie sie in der Denkmalliste geführt werde, sei 1887 von einem Ratsherren errichtet worden und seit 1905 Pfarrhaus gewesen. Als solches sei sie auch in Wriezen bekannt.

Nachdem sich das Paar im Februar 2016 mit der Kirche einig war, ging alles ganz schnell. "Zwei Wochen später hatten wir schon die Schlüssel in der Hand." Am liebsten habe er gleich den Vorschlaghammer in die Hand nehmen wollen, um Wände und Zwischendecken herauszuschlagen. Da die Blunks ein Einzeldenkmal erworben hatten, mussten sie sich mit dem Denkmalschutz abstimmen. "Wir arbeiteten gut mit denen zusammen", so Blunk, "die haben sich bestimmt gefreut, dass wir den ursprünglichen Zustand wieder herstellen wollten."

Die Sanierungsarbeiten haben sich gelohnt. Die decken weisen üppige Stuckelemente auf. Parkett und Dielen mussten lediglich abgeschliffen werden. Über die Ergebnisse der liebevollen Sanierung können sich die Besucher der Ausstellung ein Bild machen.

"1. Zyklus: 6 Frauen" lautet der Titel dieser Ausstellung unter anderem mit Skulpturen, dreidimensionalen Zeichnungen, Grafiken, abstrakten Bildern. Die Künstlerinnen Sabine Burmester, Silke Katharina Hahn, Susanne Kraißer, Vera Oxfort, Malene Pluquet und Monica von Rosen stehen bei der Vernissage am Sonntag für Gespräche zur Verfügung. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr. Aus diesem Anlass spielt um 15.30 Uhr das Jazz-Duo Kenneth Berkel (Klavier) und Alexander Will (Kontrabass).

Steffen Blunk, Jahrgang 1967, geboren in Nürnberg, hat an der Akademie für Malerei in Berlin studiert. Nach dem Journalismusstudium und einem Volontariat bei der Märkischen Oderzeitung fing er plötzlich 2000 zu malen an. "Ich hatte geträumt, dass ich ein Bild male, am nächsten Morgen malte ich es nach und hörte nicht mehr auf zu malen", berichtet er. Blunk behält sein Atelier in Berlin, wird aber auch in Wriezen arbeiten.

Vernissage "1. Zyklus: 6 Frauen": Sonntag 15-19 Uhr, Villa Blunk, Berliner Berg 4, Wriezen, Internet: www.villa-blunk.de

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