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Individuelle Fehler entscheiden

UWUTTKEN / 22.05.2009, 08:38 Uhr
Fürstenwalde Der FSV Union Fürstenwalde hat das Endspiel um den Fußball-Landespokal erwartungsgemäß verpasst. Vor mehr als 1000 Zuschauern unterlag der Neunte der Brandenburgliga, dem Regionalliga-Dritten SV Babelsberg 03 mit 0:3 (0:0). Der fünfmalige Pokalsieger trifft nun im Finale auf Germania Schöneiche (siehe Bericht unten).

Trotz der Niederlage kam bei den Fürstenwaldern keine große Trauerstimmung auf. "Kompliment an die Mannschaft. Sie hat Babelsberg ärgern können", sagte Unions Trainer Peter Heinrich. Zumindest in der ersten Hälfte ging sein Konzept voll auf. Vor einer Vierer-Abwehrkette verengten mit Mark Schmidt, Christian Werner und Andreas Heyse drei weitere Unioner die Räume. Für Babelsberg gab es kaum ein Durchkommen. "Fürstenwalde hat sich voll auf die Defensive konzentriert. Das ist kein Verbrechen. Das haben sie gut gemacht", zeigte Babelsbergs Coach Dietmar Demuth Verständnis.

Sein eigenes Team entwickelte zu wenig Esprit, um den Riegel zu knacken. Nur Kapitän Almedin Civa, flach aus 16 Metern (20.), und Ronny Surma (31.) prüften Union-Torwart Tim Patze. Ansonsten bot der SVB kaum Tempo und wenig Spiel über die Außenpositionen. Stadionsprecher Lars Jungbluth frohlockte so jede Viertelstunde, dass der Spielstand immer noch 0:0 sei.

Erst als Demuth aus seiner Vierer- eine Dreierkette machte, und Ex-Profi Babacar N`Diaye für Joan Oumari brachte, herrschte mehr Unruhe in der Fürstenwalder Defensive. Das die Entscheidung in der zweiten Hälfte fiel, trug aber weniger einer Steigerung der Babelsberger als individueller Fehler der Platzherren Rechnung.

Vor dem 0:1 zeigte N`Diaye seine Erfahrung als er bei einem unnötig ungestümen Einsatz von Niespodziany im Strafraum geschickt stürzte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Daniel Frahn (47.). "Der Strafstoß war der Knackpunkt", sagte Heinrich. Sein Team traute sich trotz Rückstands zu wenig zu, kam zu selten vor das Babelsberger Tor, obwohl Torjäger Christian Mlynarczyk (55., 56.) und der starke Enrico Below (82.) Chancen hatten.

Den größten Klops leistete sich dann Torwart Patze. Einen harmlosen Ball von Patrick Moritz ließ er in den Torwinkel springen. "Ich hab den Pfosten gesehen und dachte er geht rüber", erklärte der Unglücksrabe sein Missgeschick. N`Diayes Tor zum 0:3 lieferte nach einem Stellungsfehler nur das Sahnehäubchen für die Gäste, die so für ihre schwache Vorstellung gleichwohl belohnt wurden.

Die Fürstenwalder monierten nach dem Spiel den Einsatz von Babelsbergs Daniel Frahn. Der Stürmer hatte im Viertelfinale gegen Rathenow die Rote Karte gesehen. "Wir werden das prüfen", sagte Heinrich. Union kann sich das sparen. "Im Fußballverband Brandenburg werden persönliche Strafen in Pflichtspielen abgesessen", sagte Pokal-Spielleiter Mirko Wittig auf Nachfrage. Die hat Frahn in der Regionalliga bereits gegen Hannover 96 II hinter sich gebracht.

FSV Union Fürstenwalde: Tim Patze - Sebastian Probst, Marcel Niespodziany, Tobias Lobeda, Enrico Below - Andreas Heyse, Christian Werner, Mark Schmidt - Sebastian König (65. Matthias Reischert), Daniel Dreßler - Christian Mlynarczyk.

Tore: 0:1 Daniel Frahn, (47./Foulelfmeter), 0:2 (85.) Patrick Moritz, 0:3 (87.) Babacar N`Diaye; Schiedsrichter: Marcus Bärtich (Kolochau), Zuschauer: 1005.

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