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Restaurierung
Drehleiter fürs Liebenwalder Feuerwehrmuseum

Fachsimpelei: Frank Fischer (rechts) und Ivo Rotzoll zeigen Claudia Schreiber, die das Projekt für die ABS Hennigsdorf betreut, was am Aufbau des Anhängers alles gemacht werden muss.
Fachsimpelei: Frank Fischer (rechts) und Ivo Rotzoll zeigen Claudia Schreiber, die das Projekt für die ABS Hennigsdorf betreut, was am Aufbau des Anhängers alles gemacht werden muss. © Foto: Volkmar Ernst/MOZ
Volkmar Ernst / 21.09.2017, 18:58 Uhr
Liebenwalde (OGA) Sie ist etwas Besonderes, die Anhängerleiter AL 10, die derzeit von den Mitarbeitern der Hennigsdorfer ABS-Nebenstelle im Liebenwalder Thürenweg aufgearbeitet wird.

Deshalb wird sie künftig auch nicht mehr, wie bislang vor, sondern im Liebenwalder Feuerwehrmuseum einen Platz erhalten. Das Besondere an der Leiter mit einer Gesamtlänge von 18 Metern ist, dass die Führungsrollen für die Seile nicht gerade, sondern schräg gelagert sind, erklärt Bernd Wüstenberg, Chef des Feuerwehrmuseums. Darauf aufmerksam gemacht habe ihn der Chef der Reparaturwerkstatt für Drehleitern, als der sich im Museum umgesehen und ihn gefragt habe: "Weißt du eigentlich, was für einen Schatz du hier am Eingang zum Hof zu stehen hast?"

Dass es sich bei der Anhängerleiter um einen Oldtimer handelt, das war Wüstenberg durchaus bewusst. Hergestellt 1967 von der Firma Maschinen- und Leiterbau Löbau an der Saale, war sie zu DDR-Zeiten im ehemaligen ZK-Institut in Liebenwalde am Bischofswerder Weg stationiert. Im Brandfall hätte so ein zweiter Rettungsweg über die Dachkonstruktion eingerichtet werden können. Doch irgendwann wurde sie nicht mehr gebraucht und deshalb ausgemustert. Als Schicksal stand ihr die Verschrottung bevor, wenn es da nicht Bernd Wüstenberg gegeben hätte. Dass sich der passionierte Feuerwehrmann mit Leib und Seele für die Rettung des Leiterfahrzeuges einsetzen würde, war klar. Er sicherte sich vor gut vier Jahren das Gerät, um damit am Eingang zum Hof für das Feuerwehrmuseum zu werben.

In den nächsten Monaten sollen Fahrzeug und Technik nun generalüberholt werden. In einem ersten Schritt haben die Mitarbeiter der Gesellschaft für Arbeitsförderung, Beschäftigung und Strukturentwicklung (ABS)die Leiter auseinandergenommen. Ein Teil befindet sich inzwischen im Werkstattraum, wo er fachgerecht zerlegt wird. Soweit möglich, werden die Originalteile gesäubert, aufgearbeitet, mit neuer Farbe versehen und schließlich wiederverwendet. Die aus Eisen bestehende Konstruktion weist allerdings erhebliche Rostschäden auf, wie Wüstenberg berichtet. "Vermutlich müssen da über eine Spezialfirma noch Schweißarbeiten ausgeführt werden", so der Fachmann. Das müsse im Laufe der Arbeiten, die gerade erst begonnen haben, noch festgelegt werden. Die drei von der ABS in Hennigsdorf betreuten Mitarbeiter in der Maßnahme "Aufbau historischer Fahrzeuge" arbeiten noch bis 31. März am Thürenweg. Ob die Zeit ausreicht, um die Drehleiter wieder komplett herzurichten, ist noch nicht klar. Wüstenberg hofft, das Fahrzeug zur Eröffnung des Museums im kommenden Jahr zeigen zu können.

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