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Juniorwahl
Bernauer Jugendliche geben ihre Stimmen ab

Vom Wahlhelfer bis zum Wähler: Schüler der Klasse 10 a des Paulus-Praetorius-Gymnasiums simulieren die Abstimmung am Sonntag.
Vom Wahlhelfer bis zum Wähler: Schüler der Klasse 10 a des Paulus-Praetorius-Gymnasiums simulieren die Abstimmung am Sonntag. © Foto: Pascal Durieux
Pascal Durieux / 22.09.2017, 06:30 Uhr
Bernau (MOZ) Seit ihrer Geburtsstunde im Jahr 1999 ist die Juniorwahl zum größten Schulprojekt Deutschlands herangewachsen. Zur politischen Bildung simulieren Schüler die Bundestagswahl. So auch am 21. September im Paulus-Praetorius-Gymnasium in Bernau.

Begeistert gehen die Schüler der Klasse 10 A in den kurzerhand umgestalteten Wahlraum. Nach einer kurzen Einweisung durch ehrenamtliche Wahlhelfer aus anderen zehnten Klassen ging es für die Schüler in die Wahlkabine. Die Entscheidung war schwer, zum ersten Mal war man konfrontiert mit dem komplexen Wahlsystem. Wie zur richtigen Bundestagswahl diesen Sonntag hatten die Schüler originale Stimmzettel aus dem Bundeswahlkreis 59, zu denen Bernau, Panketal, Ahrensfelde, Werneuchen und Märkisch-Oderland zählen. Die Erststimme vergaben sie an einen der acht Direktkandidaten, die Zweitstimme ihrer bevorzugten Partei. Informiert haben sie sich viel im Unterricht im Fach Politische Bildung mit unterschiedlichem Lehrmaterial und Diskussionen sowie im Netz, darunter beim Wahl-O-Mat. Viele entscheiden aber letztlich aus dem Bauch heraus, wie bei den meisten anderen Wählern auch. "Ich glaube, hier werden die CDU und SPD vorne liegen nach der Auszählung, so sehr grenzt sich das nicht ab von den Erwachsenen", sagte eine Schülerin.

Schon bei der U18-Wahl vor einer Woche in Berlin waren die beiden Volksparteien an der Spitze vertreten, weiterhin gab es jedoch erhebliche Unterschiede zu den Wahlberechtigten. Da jüngere Menschen eher links statt rechts bevorzugen, wählen sie auch öfter Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen statt AfD und FDP.

Mitgemacht hatten alle zehnten Klassen und die Politik-Kurse der Sekundarstufe II. Bewerben mussten sich die Schulen selbst für die Austragung der Juniorwahl, die dafür auch ein Entgelt von 250 Euro bekamen. Der Ansturm auf die begrenzten Plätze wird dabei immer größer: "Mittlerweile wollen mehr Schulen die Wahl durchführen, als es überhaupt möglich ist", entgegnet Tamara Dittrich, Lehrerin am Paulus-Praetorius-Gymnasium.

Direkt nach der Wahl wurde mit der Auszählung begonnen, die endgültigen Ergebnisse werden ab Sonntag 18 Uhr auf der Homepage der Juniorwahl veröffentlicht.

Träger der Juniorwahl ist der gemeinnützige Verein Kumulus aus Berlin, der 1998 aus einer ehemaligen Schulklasse heraus gegründet wurde.

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