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Elch sorgt in Templin für Aufregung

Gut bewacht lässt sich der Elch in Templin selbst gepflückte Äpfel schmecken
Gut bewacht lässt sich der Elch in Templin selbst gepflückte Äpfel schmecken © Foto: Polizei
Uwe Werner / 22.09.2017, 16:07 Uhr - Aktualisiert 22.09.2017, 16:34
Templin (MOZ) Seltener Besuch: Ein Elch hat am Freitag dem Thermalsoleheilbad Templin (Uckermark) einen Besuch abgestattet. Dabei sorgte er für gehöriges Aufsehen und für einen Großeinsatz von Polizei, Freiwilliger Feuerwehr und Veterinärmedizinern.

„Um Gefahren für das Tier selbst und den öffentlichen Straßenverkehr abzuwenden, versuchen wir, es von einem Tierarzt mit dem Betäubungsgewehr ruhig stellen zu lassen und einzufangen“, sagte Burkhard Wartenberg von der Freiwilligen Feuerwehr Templin. Ziel sei es, das Tier gefahrlos aus dem Stadtgebiet zu bekommen.

Ein Elch hat dem Thermalsoleheilbad Templin (Uckermark) einen Besuch abgestattet. Dabei sorgte er für gehöriges Aufsehen und für einen Großeinsatz von Polizei, Freiwilliger Feuerwehr und Veterinärmedizinern.
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Elch in Templin

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Der offenbar noch junge Elch war nach Augenzeugenberichten am Vormittag zuerst im Bürgergarten, einem parkähnlichen Waldgelände am südlichen der Stadtrand, gesichtet worden. Von dort zog der Bulle am frühen Nachmittag weiter über die abgeernteten Felder am Annenwalder Weg in Richtung Landesstraße Templin – Lychen. Während die Feuerwehr die Fahrzeugführer warnte und wechselseitig das Gebiet passieren ließ, machte es sich der Elch auf einer kleinen Obstplantage hinter dem Ortsausgang gemütlich. Hier ließ er sich in aller Ruhe frisch vom Baum gepflückte Äpfel schmecken.

Das Problem war nach Aussagen der Polizei, dass der Elch immer mehr Schaulustige anzog und dadurch irritiert war. „Er wollte in Richtung Stadtzentrum flüchten“, sagt ein Polizeisprecher am Nachmittag. Ein Tierarzt setzte den Elch deshalb mit einem Betäubungsgewehr außer Gefecht, so dass das Tier in eine Elchfarm transportiert werden konnte. Der Elch soll zuvor auf der Insel Usedom gesichtet worden sein.

In Fürstenwalde (Oder-Spree) war erst vor wenigen Wochen ein Elch vermutlich von einem Laster angefahren und tödlich verletzt worden. Mitte vergangener Woche wurde bei Lebus (Märkisch-Oderland) ein aus Polen stammender Wisent erschossen.

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Hasso Isenhagen 23.09.2017 - 07:47:21

der Bürgermeister persönlich

sollte diese sinnlose teure durch Polizei, Feuerwehr und Tierärzte abgewickelte Elchfangerei bezahlen. Mit Riesenaufwand hat man ihn in die Enge getrieben und mit einem Betäubungsgewehr besinnungslos geschossen um ihn dann in eine Elchzuchtanlage zu transportieren. Dort wird er dann sowieso auf absehbare Zeit geschlachtet und in die menschlichen Nahrungskette eingeflochten. Dieses ganze von Gefülsduselei betonte Handeln und die Schreiberei dazu sind doch abartig unnatürlich.

Armin Rohde 23.09.2017 - 00:30:01

böse natur

Soviel Aufwand, Hut ab! Hätte sich der Elch doch nur als böser Wolf getarnt, dürfte ihm keiner etwas antun! Solche Geschichten kann nur das Leben schreiben!

Hans-Joachim Strauss 22.09.2017 - 22:29:15

Elch in Templin

In Lebus hätte man ihn sicher erlegt. Wie der Wisent der aus Polen kam, und wohl als Grenzverletzer erschossen wurde. https://www.welt.de/vermischtes/article168893557/Wie-ein-erschossenes-Tier-den-Hass-auf-Deutsche-schuert.html http://www.stern.de/panorama/wisent-aerger-geht-weiter--in-polen-wird-der-fall-zum-politikum--7631370.html

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