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Amtsdirektor bat Künstlerin aus Merz, ein Gemälde der Bremsdorfer Mühle zu malen

Kunstwerk
Das schöne Schlaubetal in Acryl

Gemaltes Schlaubetal: Angelika Kärger überreicht ihr Gemälde an Matthias Vogel; das Kunstwerk wird jetzt im Dienstzimmer des Amtsdirektors hängen. Bei der Darstellung gibt es einige künstlerische Freiheiten,
Gemaltes Schlaubetal: Angelika Kärger überreicht ihr Gemälde an Matthias Vogel; das Kunstwerk wird jetzt im Dienstzimmer des Amtsdirektors hängen. Bei der Darstellung gibt es einige künstlerische Freiheiten, © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Ralf Loock / 29.09.2017, 06:20 Uhr
Müllrose (MOZ) Ein Gemälde der Bremsdorfer Mühle ziert jetzt das Dienstzimmer von Matthias Vogel, Amtsdirektor des Amtes Schlaubetal. Gemalt hat es Angelika Kärger aus der Gemeinde Ragow-Merz.

Matthias Vogel ist ganz begeistert, genau so ein Kunstwerk habe er sich gewünscht, "ein Bild bei dem ich mich einfach wohl fühle", erläuterte er. Wichtig war ihm eine Darstellung mit einem markanten Punkt aus dem Schlaubetal, wobei zugleich in dem Gemälde alle Amtsgemeinden mit eingebunden werden. Dies sei mit dem Bild von Angelika Kärger gut gelungen, denn die Bremsdorfer Mühle mit ihrem Wasserrad ist ein bekanntes Ausflugsziel und im Bild-Vordergrund sind an einem Wegweiser die Namen aller Ortschaften des Amtes aufgeführt.

Matthias Vogel ist seit April der neue Chef der Amtsverwaltung. Als er seine Räume in dem Gebäude in der Bahnhofstraße einrichtete, vermisste er Kunstwerk, das die Identifikation mit der Region ausdrückte. So machte er sich auf die Suche nach einem Künstler, der ein solches Gemälde anfertigen könnte - und stieß dabei auf Angelika Kärger. Sie war zunächst überrascht, als sie die Anfrage des neuen Amtsdirektors erhielt, berichtete die Rentnerin. Die beiden unterhielten sich und wurden schließlich einig.

Schon früher habe sie sich für künstlerisches Schaffen interessiert, erläuterte die ausgebildete Finanzfacharbeiterin bzw. Finanzökonomin. Da sie seit dem Jahr 2013 Rentnerin ist, habe sie nun entsprechend mehr Zeit für ihr Hobby. Auf dem familiären Bauernhof in Merz habe sie sich ein Atelier eingerichtet, dort entstehen ihre Landschaftsbilder und Porträts. Besonders schätzt Angelika Kärger Motive aus dem Oderland, aber auch Szenen vom Ostseestrand sind beliebt.

"Mein Vater hat als Bauer einen klassischen Vier-Seiten-Hof in Merz bewirtschaftet, er hat auch auf meine künstlerische Ausbildung geachtet. So erlernte ich an der Musikschule Beeskow das Musizieren mit der Geige", beschrieb sie diesen Aspekt des Familienlebens. Später habe sie viele Jahrzehnte lang Violine gespielt, unter anderem auch in Orchester der Frankfurter Musikfreunde.

Dieses hatte jedes Jahr einen festen Termin im Kalender, nämlich den Auftritt beim Müllroser Weihnachtszauber. Immer am ersten Adventssonntag gab es in der Müllroser Kirche ein Konzert mit dem Frauenchor Cantabile, das Ensemble wurde begleitet von diesem Orchester. Aber aus gesundheitlichen Gründen musste die Merzerin ihr Engagement in dem Klangkörper im Juni beenden. Sie wolle künftig gelegentlich in kleinerem Kreise in Beeskow musizieren.

Geblieben sei ihr die Begeisterung für die Malerei, viele Techniken musste sie sich alleine aneignen.

Als sie den Auftrag von Matthias Vogel annahm, fuhr sie erst einmal raus zur Bremsdorfer Mühle. Das Gebäude und die Landschaft kannte sie zwar schon von vielen Ausflügen, nun aber wurde draußen richtig Maß genommen. Vor Ort fertigte sie Skizzen und aktuelle Fotos an, damit ging es zurück ins Atelier. Auf die vorbehandelte Leinwand wurden mit feinem Strich die Konturen gezeichnet, anschließend malte sie mit Acrylfarbe zunächst die großen, dann die kleinen Flächen aus. Insgesamt habe sie rund drei Monate an dem Werk gearbeitet. Beim Transport und beim Aufhängen "war mein Mann Bernd hilfreich mit dabei", bedankte sie sich. Da es eine private Initiative von Matthias Vogel ist, bezahlte er den Erwerb aus eigener Kasse. Daher brauchte er keine Zustimmung des Amtsausschusses. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Angelika Kärger betonte abschließend, dass sie zu einer Ausstellung mit ihren heimatlichen Gemälden immer gerne bereit sei.

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