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Nach Herbststurm werden Schäden erfasst - Entsetzen über Tote

Discounternbau in Frankfurt (Oder) nach dem Sturmtief Xavier
Discounternbau in Frankfurt (Oder) nach dem Sturmtief Xavier © Foto: MOZ/Thomas Gutke
dpa / 06.10.2017, 14:48 Uhr - Aktualisiert 06.10.2017, 15:46
Potsdam (dpa) Nach dem massiven Herbststurm trauert Brandenburg um die vier Todesopfer. Nun geht es an die Erfassung der Schäden. Regierungschef Woidke spricht den Betroffenen seine Anteilnahme aus.

Nach dem ersten Herbststurm des Jahres trauert Brandenburg um die vier Todesopfer. In zwei Fällen fielen Bäume auf Autos, im dritten Fall schlug ein Ast in eine Windschutzscheibe ein. Zudem wurde ein Mann bei Hoppegarten von einem Baum erschlagen, als er Äste von einer Straße räumen wollte.

In Beeskow werden die Sturmschäden beseitigt.
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Sturmtief wütet in der Region

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Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) reagierte mit Bestürzung auf die Todesfälle. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und den Angehörigen. Ich hoffe, es kommt zu keinen weiteren Opfern und großen Schäden." Am späten Donnerstagabend hatte sich die Lage zunächst beruhigt.

Die fünf tödlichen Unfälle in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin,  Oberhavel, Oder-Spree und Märkisch-Oderland ereigneten sich zwischen 16.50 Uhr und 18.00 Uhr. Insgesamt bilanzierte die Polizei Brandenburg 750 wetterbedingte Einsätze ab 14.00 Uhr. Innerhalb von sechs Stunden seien mehr als viermal so viele Notrufe eingegangen wie an einem normalen Tag in 24 Stunden, teilte die Polizei mit.

Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) sagte, in seinem Ministerium solle eine Koordinierungsgruppe die Aufräumarbeiten unterstützen. Polizei und Feuerwehr seien fast landesweit im Dauereinsatz.

Pendler könnten am Freitag weiter vor Problemen stehen, wenn die Gleise nicht schnell genug geräumt werden können. Die Bahn hatte am Vortag zeitweise den Verkehr in der Region komplett eingestellt. Tausende Menschen sind bundesweit gestrandet und müssen nun ihre Reise fortsetzen.

Im Landkreis Oberhavel fiel nach Angaben des Ministeriums ein Baum auf das fahrende Auto einer Frau, die ihren schweren Verletzungen erlag. Nicht weit davon entfernt - allerdings schon im Landkreis Ostprignitz-Ruppin - stürzte ein Ast durch die Frontscheibe eines Autos und tötete einen 26 Jahre alten Beifahrer, sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker.

Im Kreis Oder-Spree fiel ebenfalls ein Baum auf einen fahrenden Wagen und tötete einen 33-jährigen Mann. Am Abend wurde bekannt, dass auch ein 72 Jahre alter Mann an der B1 zwischen Müncheberg und Hoppegarten (Märkisch-Oderland) von einem Baum erschlagen worden war. Er hatte Äste von der Straße entfernen wollen, wie Polizeisprecher Torsten Herbst mitteilte.

Auch in Berlin starb eine Frau, als ein Baum in Tegel auf ihr Auto stürzte. Zudem wurden mehrere Menschen bei Unfällen in der Bundeshauptstadt verletzt. Der öffentliche Nahverkehr brach weitgehend zusammen, viele Pendler strandeten.

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