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Gefährliche Wälder
Große Schäden an Bäumen durch Sturm Xavier

Reste sammeln: Mancherorts kann das zersägte Holz für den privaten Gebrauch mitgenommen werden.
Reste sammeln: Mancherorts kann das zersägte Holz für den privaten Gebrauch mitgenommen werden. © Foto: Karl Duda
Burkhard Keeve/K.D. Grote/Jürge / 10.10.2017, 20:02 Uhr
Oranienburg (OGA) Noch immer sind die Folgen den Sturms in Oberhavel zu spüren. Beispiele:

Wald: Das Oranienburger Tiefbauamt bittet um Vorsicht. Es gebe zahlreiche Bäume, von denen eine Gefahr ausgehe. Abgebrochene Äste können noch in den Bäumen hängen und bei Wind herunterfallen. "Wälder sollten in den nächsten Tagen noch komplett gemieden werden", rät Stadtsprecherin Eike-Kristin Fehlauer. Gefahr besteht auch auf der Pferdeinsel, die am Dienstag bis auf Weiteres komplett gesperrt wurde. Auch Frank-Michael Hintze, Leiter der Oberförsterei Neuendorf, rät dringend von einem Waldbesuch ab. "Das ist zu gefährlich!" Überall lägen Bäume auf den Wegen. Hintze schätzt, dass in Oberhavel bis zu 20000Bäume durch den Sturm umgeknickt sind. Besonders betroffen sei die Region um Kremmen.

Bahn: Auf folgenden Linienabschnitten erfolgt derzeit kein Zugverkehr, weil die Beräumung der Streckenabschnitte noch nicht abgeschlossen ist: RE 5 kein Zugverkehr zwischen Berlin Südkreuz und Wünsdorf-Waldstadt. Die Bahn hofft, dass die Strecke ab heute wieder frei ist. RE6 Kein Zugverkehr zwischen Hennigsdorf und Gesundbrunnen. RB20 Kein Zugverkehr zwischen Oranienburg und Potsdam.

Auto: Vom Sturm sind durch Bäume und Äste auch zahlreiche Pkw zum Teil erheblich beschädigt worden. Die Gutachter der Dekra-Niederlassung haben daher derzeit alle Hände voll zu tun, die Schäden an den Autos im Auftrag der Versicherungsunternehmen zu ermitteln, teilt Oranienburgs Dekra-Niederlassungsleiter Jens-Peter Schultze mit.

Baumschnitt: Die Gemeinde Birkenwerder und Hohen Neuendorf bitten die Einwohner um Hilfe bei der Beseitigung kleinerer Sturmschäden, wie Ästen und Zweigen vor den eigenen Grundstücken. Jeder, der über die entsprechende Technik und Erlaubnis verfüge, könne Holz für die Eigennutzung mitnehmen. Einen genauen Überblick über die betroffenen Bäume gibt es in beiden Kommunen noch nicht. In Glienicke kümmert sich der Bauhof mit Hilfe einer Fachfirma um die Abholung der Baumstämme und Bruchäste von Bäumen an kommunalen Straßen. Dort wurden insgesamt 33 Bäume geschädigt, allerdings wurden nur drei Exemplare entwurzelt. Durch das Unwetter wurden zwei Pkw stark beschädigt.

Fällarbeiten: Wegen des Sturms hat zum Beispiel "Bades Baumteam" aus Hohen Neuendorf alle normalen Termine vorerst verschoben. Mehr als 200 Anfragen haben sie nach "Xavier" erhalten. "Wir haben uns darauf festgelegt, als erstes die Bäume zu beräumen, die schon auf Häusern liegen oder drohen auf Wohngebäude zu fallen. Davon haben wir noch etliche auf dem Programm. Wir hoffen, dass alle Kunden dafür Verständnis haben, dass wir nicht überall gleichzeitig sein können", heißt es auf ihrer Facebook-Seite.

Einsätze: Ab Donnerstag, 16 Uhr, waren alle Feuerwehren im Kreisgebiet im Einsatz, um die Sturmschäden zu beseitigen. Bis einschließlich Sonntag wurden 1496 Einsatzstellen gezählt bei denen 1006 Einsatzkräfte aktiv waren.

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