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Frankfurter Verein "Born to be wild" richtete bereits zum 8. Mal Festival am Gusower Baggersee aus

Tolle Beach-Party der Rockerfamilie

Ulf Grieger / 21.08.2017, 07:30 Uhr - Aktualisiert 21.08.2017, 11:54
Gusow (MOZ) Eine tolle "Motors&Beach-Party" haben Hunderte Motorradbegeisterte Fans am Freitag und Sonnabend am Gusower Baggersee erlebt. Bereits zum achten Mal haben der gastgebende Frankfurter Club "Born to be wild", die Gemeinden Gusow-Platkow und der Sportverein dort dieses Fest ermöglicht.

Eine tolle „Motors&Beach-Party“ haben Hunderte motorradbegeisterte Fans am Freitag und Sonnabend am Gusower Baggersee erlebt. Bereits zum achten Mal haben der gastgebende Frankfurter Club „Born to be wild“, die Gemeinde Gusow-Platkow und der Sportverein dort dieses Fest ermöglicht
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Rockerparty am Gusower Baggersee

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Sie sind eine große Rockerfamilie und ein Familienfest sollte es auch werden: Die achte Auflage der Party am Gusower Baggersee war die 17. des Frankfurter Vereins insgesamt. Und familär wurde es auch. Mit der Kinderbetreuung durch die Erzieherinnen der Gusower Kita, mit Zeltlager und Caravan-Burgen, Gemeinschaftverpflegung und fröhlichen Spielen. Wenn Thomas Blum, der Präsident von "Born to be wild" nicht die wilde Lederkluft angehabt hätte, hätte man ihn fast für den Ferienlager-Leiter halten können. Aber unter Rockern muss eben alles stilecht sein, männlich, hart und alles möglichst in XXL: die Lautstärke, die PS und die Liebe. Und diesmal gab es auch Wetter in dieser Rangordnung: Von praller Sonne bis Gewittersturm war alles dabei. So hatten die Stunts-Fahrer Martin Gläser, Johannes Schmidt und Tobias Finck am Freitag noch Glück. Ihr Team "MX-S-TAL" aus Müllrose konnte noch vor dem ersten Regenschauer seine Sprünge absolvieren. Die zwölf Meter hohen und 21 Meter weiten Sprünge auf der Gusower "Naturschanze" waren auch am Sonnabend noch einmal zu erleben. Mit einer 450er Honda und zwei 250er Suzukis segelten sie vor den staunenden Bikern durch die Luft. "Um das zu können, muss man täglich trainieren. Es ist in vielem auch eine Kopfsache", erklärte Stuntman Johannes Schmidt.

Wegen des Gewittersturms am Freitagabend überlegten die Veranstalter schon, das Abendprogramm ganz abzublasen. Doch als die Camper sich vom ersten Schrecken erholt und das Wasser aus den Zelten geschippt hatten, ging es bis weit nach Mitternacht mit den AC-DC-Cover-Band-Frauen weiter.

Was nicht bedeutet, dass die Rocker am nächsten Tag zu müde waren, um bei den "Bikerspielen" mitzumachen. Da wurde selbst ein 72jähriger Rocker-Opa zum eifrigen Cola-Kisten-Stapler und Lok-Kolben-Werfer. Weniger Geschick war beim Sound-Check gefragt. Da ging es vor allem um das "geilste Motorgeheul". Eine "Sportart", die bei den Motorradfreunde nicht ganz unumstritten ist. "Dafür ist mir meine Maschine zu schade", meinte zum Beispiel Dirk Rossow aus Teterow.

Ein Heimspiel hatte die Gusower Hardrockband "Reckless HC" mit Bahtiyar Blache (Gesang und Drums), Adrian Jäckel (Sänger), Julian Thomas (Gitarre und Gesang) sowie Dennis Sonnwald (Bass). Sie sorgte dafür, dass selbst am Letschiner netto-Markt noch die Kunden vom Beach-Festival vernommen wurde.

Im Anschluss gab es die Wahl zur "Miss Baggersee", bei der sich neun Bewerberinnen der Jury stellten, die aus dem gesamten Publikum bestand. Ein Peter ließ sich extra zur Petra umstylen, um daran teilnehmen zu können. Sieger wurde, wer sich nach drei Durchgängen dadurch auszeichnete, dass er den lautesten Applaus bekam. Dass das wie alle Wettbewerbe nicht ganz so ernst genommen wurde, zeigte auch eine 68jährige Sybille, die für ihren Mut mit einem Fallschirmspring-Gutschein belohnt wurde. Die Moderatoren Thilo und André wussten dabei geschickt, die Vorzüge der Bewerberinnen hervorzuheben.

Als begeisterter Fan der Beachparty zeigte sich erneut Gusow-Platkows Bürgermeister Karlheinz Klein, der in der Rockerfamilie als Kalle bekannt ist und der gemeinsam mit dem Sportvereins- und dem Kindergartenteam dafür sorgte, dass dieses Fest wieder ein Erfolg werden konnte. Der Sportverein, Hausherr auf dem Freizeitgelände, betreute auch die sanitären Einrichtungen. Im Zwei-Schicht-System spielten die Mitglieder ehrenamtliche Klo-Warte.

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