Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Fabian Skopiak aus Frankfurt schaffte in der RTL-Castingshow die Vorrunde

Der Weg zum Supertalent

Mit dem Song "Flächenbrand" schafften Fabian Skopiak (rechts) und Justin Patalas die Vorrunde der RTL-Castingshow "Das Supertalent".
Mit dem Song "Flächenbrand" schafften Fabian Skopiak (rechts) und Justin Patalas die Vorrunde der RTL-Castingshow "Das Supertalent". © Foto: RTL
Jan-Henrik Hnida / 19.11.2016, 07:35 Uhr
Frankfurt (Oder) (jh) Der Frankfurter Fabian Skopiak hat es am vergangenen Sonnabend durch die Vorrunde der RTL-Castingshow "Das Supertalent" geschafft. Nun hofft der junge Rapper auf eine Karriere als Musiker.

Fabian Skopiak rappt seit vier Jahren unter dem Pseudonym LZR. Die Abkürzung steht für Lazaruzz und ist eine Anspielung auf den Heiligen Lazarus von Bethanien, der in einer biblischen Geschichte von Jesus von den Toten wieder auferweckt wird. So ähnlich, sagt Fabian Skopiak, sei es auch bei ihm gewesen.

Der 20-jährige Frankfurter hat eine bewegte Kindheit hinter sich. Bis zum elften Lebensjahr wohnte er bei seiner alleinerziehenden Mutter. Als das Verhältnis zu ihr immer schwieriger wurde, kam Fabian ins Heim nach Müllrose. Dort machte er seinen Realschulabschluss und in diesem Jahr auch sein Abitur. Zurzeit absolviert er ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) in einer Kita. Danach will er studieren und einmal Lehrer werden, ein Haus bauen.

Der sympathische junge Mann beschreibt sich selbst als bodenständig. Im Heim sei er der Älteste. Für die Jüngeren habe er eine Vorbildfunktion. Seine Erfahrungen mit dem Leben im Heim verarbeitet Skopiak in seinen Texten. Mit seiner Musik möchte er anderen Menschen Mut machen, sagt er. Ihnen zeigen, dass es vielen mal schlecht geht. Man müsse aber immer an sich selbst glauben.

Eine zweite wichtige Inspirationsquelle ist die Liebe für Skopiak. "Liebe ist unberechenbar, es reicht nur ein kleiner Funke und daraus entsteht ein Flächenbrand." Das ist der Refrain seines neuen Songs "Flächenbrand" - einer Komposition, die Skopiak für seine Freundin schrieb. Mit dem Titel bewarb er sich bei der RTL-Show "Das Supertalent" - erneut. Vor fünf Jahren hatte es nicht gereicht. Diesmal klappte es. Also trat der 20-Jährige gemeinsam mit seinem Musikerkollegen Justin Patalas vor einem mehr als 1500 Mann starken Publikum in der Vorrunde der Castingshow auf - rund vier Millionen schauten ihnen am vergangenen Sonnabend im Fernsehen zu.

"Das war wie eine Droge", erzählt Skopiak. Nervös sei er schon gewesen, aber zugleich hochkonzentriert, wie "im Tunnel". Am Ende konnte das Rap-Duo mit "Flächenbrand" Jury und Publikum überzeugen. Jurychef Dieter Bohlen sprach den beiden sogar eine Gesangskarriere zu - wenn man sie ins Musikstudio "sperren" würde. "Ich bin sehr stolz - und danke meinen Freunden, die an mich geglaubt haben", sagt Skopiak.

Und wie geht's nun weiter? Inzwischen hat der junge Musiker eine eigene Facebook-Seite für LZR, um seine Fanpost beantworten zu können. Ansonsten arbeitet er weiter an seiner Rap-Karriere. Schon bald soll die Vollversion von "Flächenbrand" rauskommen, kündigt der 20-Jährige an. Andere Lieder heißen "Familie" oder "Streit". Derzeit wohnt Fabian noch im Heim - ohne Computer oder Aufnahmetechnik. Bisher erledigen das Freunde und Bekannte für ihn. "Vielleicht findet sich ja ein Sponsor", sagt der Sänger schmunzelnd. "Das Supertalent sehe ich als Start-Kick. Nun beginnt die Arbeit."

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG