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Heiße Musik bei Tropenhitze

Großer Jubel: Der Nachwuchs des Angermünder Fanfarenzuges ist strahlender Pokalgewinner des 23. Uckermärkischen Blasmusikfestes in der Kategorie Nachwuchsarbeit.
Großer Jubel: Der Nachwuchs des Angermünder Fanfarenzuges ist strahlender Pokalgewinner des 23. Uckermärkischen Blasmusikfestes in der Kategorie Nachwuchsarbeit. © Foto: MOZ/Daniela Windolff
Daniela Windolff / 06.07.2015, 06:45 Uhr - Aktualisiert 06.07.2015, 11:29
Angermünde (MOZ) Diese Uckermärkischen Festtage werden lange in Erinnerung bleiben, als einer der heißesten Tage, die Angermünde je erlebt hat, als Premiere für neue Ideen wie Ucker-Markt und Schinkenfrühstück und als bewährtes Stadtfest mit ganz viel Musik in der Luft.

Badesee oder Stadtpflaster? Die Entscheidung würde an normalen Tagen mit über 30 Grad im Schatten eindeutig zugunsten des kühlen Wassers ausfallen. Doch wenn in der Angermünder Altstadt die Luft nicht nur von der Gluthitze des Sommers brennt, sondern auch von ganz viel Musik mit junger Blasmusik, alten Stars wie Frank Schöbel und vielen Höhepunkten für alle Geschmäcker und Generationen, dann fällt es schwer. Wer sich am Wochenende für die Uckermärkischen Festtage entschieden hat, musste zwar schwitzen, wurde aber mit erfrischender Stimmung und interessanten neuen Angeboten entschädigt.

Angermünde 03.07.2015: Auftakt Uckermärkische Festtage
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Uckermärkische Festtage

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Denn die traditionellen Blasmusiktage haben nicht nur als Uckermärkische Festtage einen neuen Namen, sondern auch bereichernde neue Höhepunkte erhalten. Zum ersten Mal veranstalteten regionale Händler ein Schinkenfrühstück mit Auktion regionaler Produkte, einen Ucker-Markt in der Rosenstraße mit Spezialitäten der Region, von Eiern und Honig des Jugendökohofes Crussow, einem Korbmacher aus Prenzlau bis einem Schlemmerstand, an dem Bewohner des Asylbewerberheims Angermünde Nationalgerichte ihrer Heimat Kamerun, wie Manjok oder Ndole, brutzelten.

Die Hitze hielt allerdings zumindest tagsüber Besucher fern. Die suchten Schutz unter den großen Festzelten auf dem Markt. Dafür war das gemeinsame Kater-Frühstück am Sonntagmorgen mit Gitarre und Gesang, das nach vielen Jahren erstmals wieder versucht wurde, überraschend gut besucht.

Das Blasmusikfest des Landesblasmusikverbandes Brandenburg bleibt als eine feste Säule im Programm erhalten und ist schon deshalb nicht langweilig, weil jedes Jahr neue Formationen mit neuen jungen Musikern und neuem Repertoire die Stadt vibrieren lassen. Marschmusik und Swing, Pop und Klassik trugen die sechs Teilnehmerformationen den ganzen Tag lang vom Kloster in die Straßen der Altstadt. Zwar hatten drei Teilnehmer aus Krankheitsgründen absagen müssen, die sechs Formationen haben aber ihr Bestes gegeben und am Ende alle von der Jury das Prädikat "Sehr gut" erhalten.

Wie sehr gut ihre Musik klingt, konnten die Festbesucher auf den Bühnen erleben, wo jede Teilnehmergruppe ein eigenes Programm aufführte. Mit dabei waren zum ersten Mal die Big Band Uckermark aus dem Boitzenburger Land, das Blechbläserensemble Brassmixx der Uckermärkischen Musik- und Kunstschule Angermünde, das Kinder- und Jugend-Orchester der Partnerstadt Strzelce Krajenskie und das Nachwuchsprojekt des Angermünder Fanfarenzuges "Kinder entdecken die Musik der Uckermark". Außerdem spielten der Angermünder Fanfarenzug als Gastgeber und der Fanfarenzug Schönfelder Hochland aus der Nähe von Dresden. Die Pokale des Fördervereins Uckermärkische Blasmusiktage gingen unter großem Jubel des Publikums an Brassmixx und an das Fanfarenzug-Nachwuchsensemble.

Mitreißende Guggemusike machten die Spreeschepperer aus Berlin, die immer wieder einfach so auf die Pauke hauten. Gerade das macht dieses Angermünder Fest aus. Es wird musiziert und gesungen und getanzt, wo man gerade ist: beim Bärbel-Wachholz-Schlagerfestival, beim Stargast Frank Schöbel, beim Helene-Fischer-Double, beim Hirschtanz oder bei Gänsehautmusik mit Christian Böwe.

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