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Ernährungsberatung beim Apothekentag

Wo überall Zucker- und Fettfallen lauern

Gur beraten: Diät- und Ernährungsexpertin Nadine Guzy (l.) im Gespräch mit Jenifer Dräger, die sich am Freitag in der Apotheke am Steintor Ratschläge für gesunde Ernährung holte.
Gur beraten: Diät- und Ernährungsexpertin Nadine Guzy (l.) im Gespräch mit Jenifer Dräger, die sich am Freitag in der Apotheke am Steintor Ratschläge für gesunde Ernährung holte. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Steffi Bey / 07.09.2013, 07:23 Uhr
Bernau (MOZ) Ernährungsberatung, Blutdruckmessen oder Cholesterinwert bestimmen: Beim Tag der Apotheken, der am Freitag innerhalb der 15. Bernauer Gesundheitstage stattfand, gab es diese Angebote. Viele Interessierte machten in der Apotheke am Steintor und in der Adler-Apotheke davon Gebrauch.

Wo sonst Regale mit verschiedenen Produkten stehen, ist ein runder Tisch aufgebaut. Nadine Guzy, die Diät- und Ernährungsberaterin, sitzt davor und wird sofort von jedem, der die Apotheke am Steintor betritt, wahrgenommen. "Was gibt es denn bei Ihnen Schönes", fragt eine ältere Dame und blickt auf die vielen Tüten, Pakete, Tafeln und Schachteln, die vor ihr liegen.

"Ich möchte unter andererem Zucker- und Fettfallen in Lebensmitteln aufzeigen", sagt die junge Frau, die seit Anfang des Jahres regelmäßig in dieser Apotheke ihre Beratungen anbietet. Normalerweise macht sie das in einem separaten Zimmer - am Freitag aber mitten im Verkaufsraum.

Lange braucht sie nicht auf Publikum zu warten, schnell bildet sich eine kleine Schlange neben ihr. Es sind vor allem Frauen, die Rat bei Nadine Guzy suchen. Sie wollen wissen, wie sie ihren Bauch los werden, was sie anstelle von Zucker essen können und erhoffen sich Tipps für gesundes Müsli.

Die freundliche Expertin nimmt sich genug Zeit für jeden Ratsuchenden. Und sie beantwortet nicht nur Fragen, sie stellt auch selbst welche: "Was schätzen Sie, wo ist weniger Zucker enthalten, in der Traubenschorle oder im Eistee." Als Jenifer Dräger dann voller Überzeugung sagt: "in der Schorle", schüttelt die Ernährungsberaterin den Kopf. "Dort sind sogar rund fünf Gramm mehr drin als im Tee", klärt sie der Studentin auf. Ihr gesunder Rat: Besser Frucht-Direktsaft mit Wasser verdünnen.

Erstaunt sind die meisten, als sie die großen Berge Würfelzucker und die kleinen Holzquadrate auf den Schokoladentafeln sehen. Nadine Guzy demonstriert damit anschaulich den Fett- und Zuckergehalt im Naschwerk. Während sich 21 süße Würfel und 48 "Fettwürfel" auf der Vollmilchsorte breit machen, stapeln sich sechs Zuckerstücke und 62 Fettige auf der bitteren Tafel. "Der hohe Kaloriengehalt ist letztendlich der gleiche", macht die Expertin deutlich. Sigrid Rzeczinski, die Chefin der Apotheke, die sich auch das Motto für ihre Einrichtung, "Gesunde Ernährung und alles drum und dran" überlegte, ist zufrieden mit dem Kundeninteresse. "Wir wollen eben auch Tipps zum Vorbeugen geben", sagt sie.

Ein paar Straßen weiter, in der Adler-Apotheke, warten auch etliche Barnimer, um sich testen zu lassen. So wie Christa und Dieter Berge aus Schwanebeck. Mit ihren Blutzucker- und Cholesterinwerten wollen sie zu ihrem Arzt gehen. Katharina Brauer vom Apotheken-Team freut sich, dass das Motto für den Tag: "Drei Minuten Zeit für die Gesundheit", gut ankommt.

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