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Zukunft
Alexander Laesicke wirbt um Vertrauen

Vorbereitung auf das Amt? Alexander und Hans-Joachim Laesicke im Dezember 1998.
Vorbereitung auf das Amt? Alexander und Hans-Joachim Laesicke im Dezember 1998. © Foto: Hajo Eckert
Klaus D. Grote / 17.10.2017, 11:12 Uhr
Oranienburg (OGA) Wahlsieger Alexander Laesicke will sich in den kommenden Wochen aufs Amt des Bürgermeisters vorbereiten und auf die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung zugehen. "Ich möchte mich als guten Partner anbieten", kündigte er an.

Der parteilose Kandidat, der am Sonntag von 55,8 Prozent der Wähler zum Nachfolger seines eigenen Vaters bestimmt wurde, will dem Amtsinhaber bis zur Übergabe Anfang 2018 über die Schulter schauen und sich mit Details der Verwaltung vertraut machen. "Es gibt noch viel Formales und Menschliches zu klären", sagte der 38-Jährige.

Gefragt nach seiner ersten Bewährungsprobe antwortete Laesicke, er müsse jetzt das Vertrauen der Stadtverordneten gewinnen. "Dazu sind viele Gespräche notwendig. Ich möchte nicht, dass jemand das Gefühl hat, nun eine Opposition aufbauen zu müssen." Er wolle und könne auf Augenhöhe kommunizieren. Knifflig könnte bereits die Besetzung der beiden Beigeordnetenposten ausfallen. Die Stelle des Bildungs- und Finanzdezernenten ist seit dem Weggang von Kerstin Kausche (CDU) vor zwei Jahren unbesetzt. Die Amtszeit von Baustadtrat Frank Oltersdorf (SPD) läuft kommenden Mai aus. "Mir ist wichtig, dass das Parteibuch keine Rolle spielt. Aber man wird auch Zugeständnisse machen müssen", sagte Laesicke. Er könne sich vorstellen, die freie Dezernentenstelle auf den Bereich Bildung zu beschränken und das Finanzdezernat selber zu übernehmen, sagte der gelernte Volkswirt.

Auch Montag blieben Glückwünsche an den Wahlgewinner von der unterlegenen CDU-Kandidatin Kerstin Kausche aus. Sie war auch für eine Stellungnahme zum Wahlausgang für diese Zeitung weiterhin nicht zu sprechen. Am Wahlabend soll sie auf der CDU-Party den Laesicke-Wählern die Intelligenz abgesprochen haben. Am Montag kündigte Kausche an, die nächsten Wochen zum Nachdenken über ihren weiteren Weg nutzen zu wollen.

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