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Probefahrt
Autotest Mercedes E-Klasse

Sofort erfolgreich: Die E-Klasse liegt in der oberen Mittelklasse bei uns ganz vorn.
Sofort erfolgreich: Die E-Klasse liegt in der oberen Mittelklasse bei uns ganz vorn. © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 18.10.2017, 12:23 Uhr - Aktualisiert 18.10.2017, 13:50
Berlin (MOZ) Mercedes liegt in diesem Jahr auf dem Heimatmarkt mit einem Zuwachs von 6,9 Prozent deutlich über dem Schnitt aller Marken, der 2,2 Prozent beträgt. Während A-Klasse und S-Klasse im Minus fahren, legten etwa C-Klasse und G-Klasse zu. Sehr erfolgreich ist die neue E-Klasse, die um mehr als 32 Prozent gewann und die Konkurrenten 5er BMW und Audi A 6 deutlich hinter sich ließ.

Unser Autor testete die neue E-Klasse. Hier eine erste Fotoauswahl.
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E-Klasse

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Motor

Die Auswahl ist groß: Immerhin (einschließlich AMG) sieben Benziner, drei Diesel und ein Hybrid stehen zur Wahl. Das ergibt eine beeindruckende Leistungspalette von 150 PS bis 612 PS. Der von uns gefahrene E220d holt aus einem Selbstzünder-Vierzylinder mit zwei Litern Hubraum bis zu 194 PS und 400 Newtonmeter maximales Drehmoment. Das reicht für einen Spurt von 0 auf Tempo 100 in 7,3 Sekunden und eine Spitze von 240 km/h. Was auch der bei diesem Motor serienmäßigen Neun-Gang-Automatik zu verdanken ist, die ganz hervorragend zum Triebwerk passt. Mehr Power braucht auch in einem solch repräsentativen Wagen kein Mensch. Übrigens: Angesichts der Debatte um den Diesel darf sich Mercedes freuen, dass bei aktuellen Messungen von „Auto Motor Sport“ der E220d in Sachen Stickoxid der zweitsauberste Diesel überhaupt ist. Auch der ADAC bescheinigt dem Motor, „äußerst sauber“ zu sein.

Karosserie/Ausstattung

Wenig ist so typisch Mercedes wie die E-Klasse, die es dem Namen nach seit 1993 gibt. Die mittlerweile 4,92 Meter lange obere Mittelklasse mit dem Stern verleugnet in der Neuauflage optisch die Vorgänger nicht, hat mit ihrer neuen Rundlichkeit aber doch den Staub der Tradition abgeschüttelt, der Wagen sieht wirklich modern und dynamisch aus. Und natürlich geht es im Inneren auf einem Niveau weiter, das höchsten Ansprüchen genügt. Da hat sich Mercedes längst wieder auf seine Kernkompetenz besonnen, die in Zeiten der unglücklichen Verbindung mit Chrysler zwischenzeitlich aus den Augen verloren worden war. Nun sieht die E-Klasse genauso aus, wie sie aussehen muss: edel. Und gleichzeitig modern, worauf denn etwa die riesigen Displays verweisen. Deren Bedienung erfordert etwas Einarbeitung. Dazu kommt selbstverständlich eine kaum noch zu überschauende Zahl an elektronischen Helfern, die den Fahrer immer mehr unterstützen - oder bevormunden, je nach Wahrnehmung. Der Platz für die Insassen ist üppig. Auch mit 540 Litern Kofferraum kann man im Grundsatz eine Menge anfangen, in der Limousine aber ist die Kofferraumhöhe etwas beschränkt, das mindert die Aufnahmefähigkeit.

Fahrverhalten

Wie sich das für eine klassische deutsche Limousine gehört, gibt es hier noch Hinterradantrieb. Den Segnungen der Elektronik sei dank ist das in jeder Lebenslage aber nun wirklich gar kein Problem. Die E-Klasse glänzt als Reiselimousine. Ob mit dem Standard-Fahrwerk oder dem optionalen Luftfahrwerk. Die direkte Lenkung überzeugt. Wirklich handlich ist der Wagen angesichts von Länge und Wendekreis aber trotzdem nicht, also eher nichts für die Großstadt. Die Bremsen sind bissig.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in die E-Klasse gibt es ab 43.019 Euro (mit dem 184-PS-Benziner). Den von uns gefahrenen 220d bekommt man ab 47.338 Euro. Der braucht laut Norm 4,3 Liter Diesel (112 g/km CO2) auf 100 Kilometer, einen Liter mehr sollte man einkalkulieren.

Fazit

Die E-Klasse ist und bleibt ein überzeugender Vertreter der oberen Mittelklasse. Die Technik ist auf höchstem Niveau, erfreulicherweise auch bei den Diesel-Abgasen. Das alles hat natürlich seinen Preis - einen Preis mit Stern.

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