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Baupläne für Ortsteilzentrum und neue Grimm-Grundschule im Bildungsausschuss vorgestellt / Übergabe im vierten Quartal 2019

Schulneubau
Ein Ypsilon mit Komma

Margrit Meier / 20.10.2017, 07:00 Uhr - Aktualisiert 20.10.2017, 10:44
Hönow (MOZ) Im Bildungsausschuss wurden die Baupläne für die neue Grimm-Grundschule samt Ortsteilzentrum, Turnhalle und Sportplatz präsentiert.

Wie ein riesiges Y mit einem Komma oben drüber - so wird sich aus der Vogelperspektive der neue Komplex zwischen Schul- und Marderstraße präsentieren. Das Komma ist das eingeschossige Ortsteilzentrum (OTZ), in dem der Ortsvorsteher sein Büro haben wird, die Revierpolizisten zu Sprechstunden einladen und die rund 300 Quadratmeter große Gemeinde- sowie Schulbibliothek zu finden sein werden. Das Komma befindet sich zwischen der Kita Rappelzappel und einem Wall, der das Kita-Gelände und die dann verschwenkte Brandenburgische Straße voneinander abschirmt. Von der Brandenburgischen Straße aus biegt eine kleine Zufahrt ab, das wird die sogenannte Kiss & Ride-Zone sein. Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren, lassen sie dort hinaus. Zehn Kurzzeitparkpklätze sind angedacht.

Das OTZ öffnet sich zu einem mit Bänken versehenen Vorplatz, von dem aus man nur zu Fuß zum dreigeschossigen, barrierefreien Schul- und Hortgebäude (dem großen Y) gelangt. Inklusive Vorgaben wurden bei der Planung berücksichtigt. So gibt es zum Beispiel Vorrichtungen für Sehbehinderte, einen Therapieraum sowie WC-Anlagen für Behinderte.

Im Zentrum dieses Neubaus steht das Foyer. Von dem gehen die Hort- und Schulräume ab. Die Grundschule erhält 20 Unterrichtsräume á 65 Quadratmeter, neun Teilungs-, fünf Fachräume sowie Räume für Verwaltung, Lehrer, Sozialarbeiter, Fundbüro und zwei für externe Bildungseinrichtungen, etwa die Musikschule. Die Mensa wird rund 160 Essenteilnehmern Platz bieten. Innerhalb von zwei Pausen können so 320 Kinder speisen.

Schule und Hort nutzen gemeinsam den Pausenhof, der in Sport-, Spiel- und Ruhezonen gegliedert ist. Geplant sind u. a. Wald- und Sandspielmöglichkeiten sowie ein Bolzplatz. Tischtennisplatten und Basketballkörbe sollen installiert werden. Es wird eine Wasserstrecke und Kletteranlagen geben, aber auch ein grünes Klassenzimmer und Hochbeete.

Der Hort wird 350 Kindern Platz bieten, erläuterte Fachbereichsleiterin Bianca Hinkel im Bildungsausschuss. Sie werden in 17 Funktionsräumen von der Holzwerkstatt bis zum Kreativraum sowie in fünf Klassenräumen der Schule betreut. Zwei Räume stehen für Lückekinder zur Verfügung, das sind Mädchen und Jungen der 5./6. Klasse, die nicht mehr in den Hort gehen, aber oft noch gern eine Betreuung hätten. Für die soll es extra Angebote geben.

Die Zwei-Felder-Turnhalle wird in den Boden versenkt. Sie wird über eine Zuschauertribüne verfügen und neben dem Zugang über die Schule auch über externe Eingänge. Das ist vor allem für Vereine interessant, die die Halle nach Schulschluss nutzen wollen. Zudem gibt es einen Sportplatz, der durch einen Lärmschutzwall vom Wohngebiet abgetrennt wird. Er ist zudem eingefriedet und wird so vom übrigen Außenbereich der Schule separiert.

Die Fertigstellung des auf rund 23 Millionen Euro bezifferten Vorhabens ist für Ende 2019 vorgesehen. Bürgermeister Karsten Knobbe (Linke) berichtete, dass die Gemeinde von der Kommunalaufsicht grünes Licht bekommen habe, nach der Fertigstellung des Komplexes einen Kredit aufnehmen zu dürfen. Die Implenia Hochbau GmbH hat den Zuschlag bekommen, alles zu planen, zu bauen. Erst nach der Abnahme zahlt die Gemeinde.

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