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Universität
Viadrina-Präsident Wöll legt sein Amt nieder

Gitta Dietrich / 20.10.2017, 13:00 Uhr - Aktualisiert 20.10.2017, 13:13
Frankfurt (Oder) (MOZ) Zum 1. Januar 2018 legt Alexander Wöll sein Amt als Präsident der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) nieder. Wöll möchte zurück in die Wissenschaft gehen.

"Angesichts der aktuellen Entwicklungen in Europa ist für mich – nach wahrlich nicht leichter persönlicher Abwägung – jetzt der Zeitpunkt gekommen, mich wieder mit ganzer Kraft der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Osteuropa zu widmen.“ Er sei davon überzeigt, die Viadrina „gut aufgestellt“ zu übergeben, heißt es in einer Pressemitteilung.

Wölls erster Stellvertreter Stephan Kudert wird vorerst seine Aufgaben kommissarisch übernehmen. „Ich bin sehr dankbar für die spannende Zeit als Präsident an dieser internationalen Universität mit ihren vielen überaus engagierten und kreativen Studierenden. Besonders dankbar bin ich auch für die vielen guten Begegnungen mit den Menschen aus der Region und die großartige Unterstützung aus der Stadt“, so Wöll weiter. Bereits in den vergangenen Tagen wurde eine neue Personalie bekannt. Niels Helle-Meyer wird zum 1. Dezember Kanzler der Hochschule.

Wöll hatte im Dezember 2014 das Amt des Präsidenten angetreten. Der 1968 geborene Slawist hatte zuvor an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität eine Professur für Ost- und Westslawische Philologie inne und war seit 2010 Dekan der dortigen Philosophischen Fakultät. Bis 2008 lehrte der aus Süddeutschland stammende Wöll in Oxford.

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Roland Totzauer 20.10.2017 - 18:59:19

Ein gescheiterter Präsident?

"Die Stadt wird dem gehören, der es am längsten hier aushält." Diese Worte wählte der Frankfurter Schriftsteller Christian Bangel am Ende seiner Buchlesung am Donnerstag. Alexander Wöll, der Nicht-Frankfurter und Noch-Präsident der Europa-Universität Viadrina, verkündete einen Tag später seinen vorzeitigen Abgang aus unserer Stadt. Wer zwischen den Zeilen zu lesen vermag und wer die Wirkungszeit des Herrn Wöll hier in Frankfurt verfolgt hat, ist nicht wirklich von diesem Absprung überrascht. Möglicherweise waren die Aufgaben für Herrn Wöll zu gewaltig. Möglicherweise waren die Fußabdrücke, die seine Vorgänger/in in Frankfurt hinterließen, zu groß? Möglicherweise hat er sich bei seiner Bewerbung für dieses Amt überschätzt. Es bleibt der schale Eindruck, hier geht jemand, der nie mit Stadt, Region und Mitarbeitern warm wurde. Ein gescheiterter Präsident...

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