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Naturschutzbehörde lässt Sachverhalt prüfen

Abgesägter Horstbaum Fall für Staatsanwalt

Ein Foto von der Bürgerinitiative: Bevor der Baum abgesägt worden ist, nisteten dort Jungvögel.
Ein Foto von der Bürgerinitiative: Bevor der Baum abgesägt worden ist, nisteten dort Jungvögel. © Foto: Susanne Köhler
Ruth Buder / 23.10.2017, 07:59 Uhr
Mixdorf (MOZ) Mit der vermeintlichen illegalen Fällung eines Greifvogel-Horstes zwischen Schneeberg und Mixdorf muss sich jetzt der Staatsanwalt beschäftigen. Das bestätigte Karoline Witte von der Unteren Naturschutzbehörde auf Nachfrage.

Laut Susanne Köhler von der Bürgerinitiative "Gegenwind Mixdorf", die sich gegen die Errichtung eines Windparks in ihrer Gemarkung auflehnt, ist der Horstbaum im Sommer dieses Jahres gefällt worden. "Diese Tatsache ist von besonderer Brisanz, da sich es um einen Horst in unmittelbarer Nähe des geplanten Windeignungsbiet 50 und 61 handelt", schreibt Susanne Köhler.

Die Bürgerinitiative Mixdorf habe im laufenden Planungsverfahren der Windeignungsgebiete sämtlich Horste genauestens dokumentiert und jeden Standort den Behörden gemeldet. "Daraufhin konnte die Naturschutzbehörde nach Prüfung der Sach- und Rechtslage sehr schnell bestätigen, dass hier ein Straftatverdacht vorliegt", berichtet Susanne Köhler. Daraus sei für die Behörde die Verpflichtung erfolgt, den Sachverhalt zur abschließenden Prüfung an die Staatsanwaltschaft abzugeben. Dies sei mit Schreiben vom 1. September dieses Jahres erfolgt, bestätigt die Naturschutzbehörde.  Die die Vogelschutzwarte habe bestätigt, dass der Horst mit Jungvögeln besetzt gewesen war.

"Ob diese sich  zum Zeitpunkt der Fällung noch auf dem Horst befanden ist unbekannt. Von den Jungvögeln und deren Nest waren nach der Fällung des Baumes keine Spuren mehr auffindbar", so die Vertreterin der Bürgerinitiative. "Auf Rücksicht auf das laufende Verfahren halten wir uns mit Mutmaßungen zurück. Die Unschuldsvermutung gilt bis das Gegenteil bewiesen ist."

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