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Endlich bergab-ein optimistisches Liederprogramm

Claudia Woloszyn und Heike Mildner sind am Freitag im San Diego Café zu erleben.
Claudia Woloszyn und Heike Mildner sind am Freitag im San Diego Café zu erleben. © Foto: MZV
Juliane Keiner / 24.10.2017, 12:29 Uhr
Bad Belzig (MZV) Endlich bergab - das klingt hierzulande nicht gerade zuversichtlich. Claudia Woloszyn und Heike Mildner, zwei Liedermacherinnen aus Frankfurt (Oder) und Berkenbrück bei Fürstenwalde, werden diesen Widerspruch im Laufe ihres Liederabends lösen. Dafür bereichern die beiden Frauen, die ansonsten auch alleine mit ihren eigenen, deutschsprachigen Liedern unterwegs sind, sich wechselseitig mit Gitarre, Geige, Percussion und Stimme.

Ihr Auftritt ist Teil des Liederseminars "Alte und neue deutsche Lieder" mit Hagara Feinbier und Barbara Stützel im ZEGGDafür haben sie ihr Programm um einige DDR-Lieder ergänzt, mit denen sie aufgewachsen sind, so unter anderem von Gerhard Gundermann, Karussell und Veronika Fischer.

Claudia Woloszyn schreibt, singt und spielt von Schnecken und Wölfen, vom Suchen und Finden, vom Leben und von der Liebe. Mit Charme, großer Intensität und immer einem Augenzwinkern erzählen ihre Lieder vom Besonderen im Alltäglichen. Ihre warme Stimme, starke sprachliche Bilder und ein Hauch Ironie tragen durch ihre Konzerte. Musikalisch bewegen sich die Lieder von Chanson und Ballade bis hin zum Bossa Nova. Claudia Woloszyn hat in Rostock, Berlin und Krakau gelebt und ist nun schon seit sechs Jahren in Frankfurt Oder zuhause. "Ich mag das Leben am Fluss als Pendlerin zwischen sehr verschiedenen Welten," sagt sie und singt darüber. Aber Claudia Woloszyn ist nicht nur Liederfrau, sondern auch Krankenschwester, Lehrerin, Familiengründerin und Mutter von zwei Kindern. Eine Menge Leben, das sich in ihren Liedern poetisch und musikalisch so anspruchsvoll wie eingängig spiegelt.

Heike Mildner lernt als Kind Geige, sattelt später auf Gitarre um. Zu Hause steht ein Klavier, die Musik ist allgegenwärtig. Sie lernt in Schwerin Lehrerin, spielt im Singeclub Geige, versucht sich im Liederschreiben. Nach der Wende studiert Heike Mildner Musikwissenschaft, spielt Geige in der Berliner Avantgarde-Band "Wund- und Spritzköpfe" und gründet die A-cappella-Gruppe "vocaLiesen", für die sie komponiert und arrangiert. Heute arbeitet Heike Mildner als freie Journalistin vornehmlich für eine landwirtschaftliche Wochenzeitung. Neben der Musik ist es ihr wichtig geworden, sich selbst einen Reim zu machen auf das, was ihr wichtig ist. Und da sie die Großstadt mittlerweile hinter sich gelassen hat und das Landleben zu schätzen weiß, singt sie vor allem über das Leben auf dem Land, von den Menschen, denen man dort begegnen kann und all dem, was das Leben so schön bunt macht. 2016 gewann sie beim Liederwettbewerb um die "Hoyschrecke" in Hoyerswerda den Publikumspreis, im September 2017 den Sonderpreis für das beste politische Lied beim Peter-Rohland-Singewettstreit auf der Burg Waldeck. Mit "Landschaft" von ihrer CD "Verloren-gefunden" belegte sie im September 2017 Platz 10 der Liederbestenliste (Top 20 der deutschsprachigen Liedermacher).

Zu erleben am kommenden Freitag, 27. Oktober, um 20.00 Uhr im San Diego Café im ZEGG. Der Eintritt kostet 8, ermäßigt 6 Euro.

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