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Gruppe um Hanni Bode aus Neutrebbin wirkt beim Pop-Oratorium in Berliner Mercedes-Benz-Arena mit

Probe
Kleiner Chor auf großer Bühne

"Good News" für das Foto: Katrin Fredrich, Angelika Selle, Paula Mietzelfeld, Hanni Bode, Martina Schön, Bärbel Mietzelfeld, Pfarrer Arno Leye, Moritz Mietzelfeld, Volkhard Bode und Markus Burchat (v. l.) am Montagabend bei der Probe im Gemeindehaus in Ku
"Good News" für das Foto: Katrin Fredrich, Angelika Selle, Paula Mietzelfeld, Hanni Bode, Martina Schön, Bärbel Mietzelfeld, Pfarrer Arno Leye, Moritz Mietzelfeld, Volkhard Bode und Markus Burchat (v. l.) am Montagabend bei der Probe im Gemeindehaus in Ku © Foto: MOZ/Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 25.10.2017, 06:42 Uhr
Neutrebbin/Kunersdorf (MOZ) Wenn am Sonntag das Pop-Oratorium "Luther" in der Berliner Mercedes-Benz-Arena aufgeführt wird, ist auch der Chor von Hanni Bode aus Neutrebbin dabei. Dieser probt jeden Montagabend im Gemeindehaus in Kunersdorf.

Aus dem Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Kunersdorf, nur wenige Meter hinter dem Ortseingang aus Richtung Wriezen kommend, dringt nach 20 Uhr noch Gesang. Kurz darauf verteilt Hanni Bode Anmeldezettel für das im November geplante Chorwochenende.

Paula Mietzelfeld, offensichtlich die Jüngste, soll natürlich ihre Querflöte mitnehmen, Hausschuhe wären generell auch gut und für den Abend würden im Quartier viele Spiele warten, sagt Hanni Bode, um dann zum Sonntag zurückzukommen. "Am besten legt ihr für den Tag davor eine Schweigegelübde ab - das machen große Opernsänger auch", rät sie und erinnert an die Zeitumstellung. Kurz wird über Parkmöglichkeiten an der Berliner Mercedes-Benz-Arena diskutiert.

Um 12 Uhr ist die öffentliche Generalprobe des Projekts der tausend Stimmen des Komponisten Michael Kunze und Librettisten Dieter Falk vorgesehen, um 17 Uhr dann die reguläre Aufführung. Die Karten für Letztere seien schnell weggewesen, weiß Hanni Bode und so sitzt am Nachmittag wohl nur Paulas Mama im Publikum. Dafür stehen mit ihr Oma Bärbel und Bruder Moritz auf der Bühne. Hinzu kommen Angelika Selle, Katrin Fredrich, Martina Schön, Pfarrer Arno Leye mit seiner Frau Gesine, mit Anke und Markus Burchat ein weiteres Ehepaar und Hanni Bodes Mann Volkhard.

"Wir singen in Berlin Lieder, Choräle, weniger bekannte Stücke", erklärt Hanni Bode und fügt hinzu: "Wir sind ja nur eine kleine Besetzung." Das Spiritual "Good News", das die Gruppe gerade gesungen hat, sei für den Gottesdienst am Reformationstag in Neutrebbin vorgesehen. Dort soll um 14 Uhr das 200-jährige Bestehen der Kirche mit einem Festgottesdienst und Generalsuperintendent Martin Herche gefeiert werden.

Aber was hat es mit Berlin auf sich? "Unser Pfarrer hat mir einen Zettel gegeben und da ich so etwas ja nicht wegwerfe, haben wir im Januar entschieden, das Wagnis anzugehen", erzählt Hanni Bode. Auf dem Zettel war für das Pop-Oratorium geworben worden, das bereits seit einiger Zeit und auch im Anschluss noch durch deutsche Städte tourt. Eingebunden sind internationale Musicalstars, Chöre aller Couleur und auch interessierte Sängern ohne Chorzugehörigkeit.

Und in Berlin wollte der von Hanni Bode geleitete Chor mit dabei sein, hat sich angemeldet und auch zwei große Gesamtproben im April und erst vor zehn Tagen absolviert. "Manche der Chöre nehmen fünf, sechs Stunden Anfahrt auf sich", sagt Volkhard Bode und zeigt sich beeindruckt von der Zusammenarbeit von Profis und "Laien, wie wir es sind". "Das ist ein gut gemachtes Oratorium und die meisten Chöre haben so etwas noch nie gemacht", sagt Arno Leye und ergänzt: "Das ist wirklich etwas Schönes, natürlich auch anstrengend, aber wir kamen heiter zurück. Das ist nicht immer so." Es sei wie ein Flow, meint Katrin Fredrich: "Du bist und wirst ergriffen." Hanni Bode findet das gar nicht so gut: "So weit darf es nicht kommen. Chorleiter müssen immer vorwärts denken, die Stimmen auf den Punkt kommen. Und das mehr als 90 Minuten lang."

Weitere Informationen über die Aktion der Stiftung Kreative Kirche können im Internet unter www.luther-oratorium.de nachgelesen werden. Die Aufführung aus Berlin wird am 31. Oktober um 22 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Der Chor trifft sich jeden Montag um 19 Uhr im Gemeindehaus in Kunersdorf. Die "variablen Baritone" würden sich vor allem über eine Verstärkung durch einen Tenor freuen. Hanni Bode fasst das etwas weiter: "Wir sind eine generell offene Gruppe."

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