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Die ersten Module der Firma SmartHouse werden an der Ringstraße aufgebaut

Wohnungsbau
Fliegende Häuser in Beeskow

Burkhard Kampmann, Miles Bleth, Christian Budde von der Firma SmartHouse und Kranfahrer Michael Schröter (v. l.) setzen hoch konzentriert das erste Modul eines der neuen "Baukästenhäuser" auf das Fundament an der Beeskower Ringstraße auf.
Burkhard Kampmann, Miles Bleth, Christian Budde von der Firma SmartHouse und Kranfahrer Michael Schröter (v. l.) setzen hoch konzentriert das erste Modul eines der neuen "Baukästenhäuser" auf das Fundament an der Beeskower Ringstraße auf. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Thomas Sabin / 26.10.2017, 20:13 Uhr
Beeskow (MOZ) Im Auftrag der Wohnungsgenossenschaft Beeskow baut die Firma SmartHouse aus Nordrhein-Westfalen eine barrierefreie Siedlung an der Beeskower Ringstraße. Die ersten sechs modularen Häuser sind bereits vermietet. Zwei wurden am Donnerstag aufgestellt.

Morgens um acht herrscht bereits reges Treiben an der Beeskower Ringstraße. Auf dem Parkplatz vor dem Rewe-Markt parken lange Tieflader aus dem Norden Deutschlands. Auf ihrem Rücken: große, holzverkleidete Kästen. Ein massiver Kran und voll ausgerüstete Arbeiter verraten: Dort entsteht heute etwas Besonderes.

"Für uns ist das alles ganz neu", sagt Dietmar Schulz, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft, während er sein Tablet nach vorne streckt, um die Umsetzung seiner Idee, in Beeskow eine barrierefreie Siedlung zu errichten, per Video festzuhalten.

Auf die Idee mit den modularen Häusern kam er während seines Studiums. Dort hat er das erste Mal davon gehört. Das liegt nun etwas zurück, aber diese Art des Wohnens hierher zu holen, der Gedanke blieb und nimmt nun Form an.

Den Kopf in den Nacken gelegt, beobachten die Anwesenden, wie der Kran Meter für Meter seinen Arm ausfährt. "Der ist gleich fertig und dann fangen sie an, die Module hinzustellen", erklärt Schulz. "Hier entstehen heute zwei Doppelhäuser. Sie bestehen aus zwei Modulen die auf dem Fundament zusammengesetzt werden. Und schon ist das Haus fertig", sagt er begeistert. Ein Modul wiegt bis zu 40 Tonnen. Der Wandausbau der Häuser ist vielschichtig, vom Prinzip ein Holzständerwerk mit Dämmmaterialien aus Naturprodukten. "Innen sind sie mit Gipskarton verkleidet. Der Fußbodenaufbau ist etwas komplexer und Außen wird Lärchenholz vorgehangen, das wir dann streichen", malt Schulz das Bild der neuen Siedlung.

Der Termindruck sei hoch, erklärt er, während das mechanische Surren im Hintergrund immer lauter wird. Bis Ende des Jahres sollen hier sechs Häuser stehen. Und noch gibt es einiges zu tun.

"Erstmal haben wir hier provisorisch einen Heizcontainer zu stehen, an den die Häuser angeschlossen werden. Die Trasse hierher muss erst noch gelegt werden", so Schulz. Da die Stadt auch noch eine Baumaßnahme hat, habe man sich geeinigt, mit der Trasse zu warten und es dann gemeinsam zu machen. So müsse hier nicht alles mehrfach aufgerissen werden. Die sechs Häuser sind bereits vermietet. "Ein Paar kommt aus Düsseldorf hierher und möchte kurz vor Weihnachten einziehen. Wir müssen uns richtig beeilen", sagt Schulz. Am Sonnabend erfolgt die Übergabe der ersten zwei Häuser an die Wohnungsgenossenschaft. "Es geht los. Sie haben ihre Helme aufgesetzt", unterbricht Schulz voller Vorfreude. Während der Kran das 40-Tonnen-Modul durch die Luft gleiten lässt, staunt er und ist glücklich, wie gut das alles funktioniert.

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