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Schwere Sturmschäden im Bereich Werneuchen, Stolzenhagen und auch in der Stadt Bernau

Sturm
"Herwart" wütet im Niederbarnim

Volltreffer: Schwere Schäden richtete der Sturm auch in Bernau-Nibelungen an, wie hier auf einem Grundstück an der Hasenheide.
Volltreffer: Schwere Schäden richtete der Sturm auch in Bernau-Nibelungen an, wie hier auf einem Grundstück an der Hasenheide. © Foto: Wolfgang Rakitin
Sabine Rakitin / 29.10.2017, 19:58 Uhr - Aktualisiert 30.10.2017, 13:52
Bernau (MOZ) Sturmtief "Herwart" hat am Sonntag im Niederbarnim Bäume umgestürzt, Dachziegel gelockert und für zahlreiche Schäden an Gebäuden gesorgt. In Bernau kamen zwei Autofahrer mit dem Schrecken davon, als bei laufender Fahrt Bäume auf ihre Fahrzeuge fielen.

Am frühen Sonntagnachmittag hat die Leitstelle Nordost in Eberswalde 118 witterungsbedingte Feuerwehreinsätze im Barnim gezählt. Doch die sind offenbar nur die Spitze des Eisberges. Allein die Frauen und Männer der Wandlitzer Feuerwehren waren vom frühen Morgen bis gegen 14 Uhr, als Gemeindewehrführerin Anke Müller ihren Dienst antritt, zu insgesamt 70 Einsätzen ausgerückt. Etwa 20 kommen am Nachmittag noch hinzu. "Anstrengend, aber nicht hoffnungslos", so beschreibt Anke Müller am frühen Abend die Situation.

Umgestürzte Bäume auf Häuser und Straßen - damit hatten es die Wandlitzer Feuerwehrleute hauptsächlich zu tun. "Schwerpunkt war diesmal Stolzenhagen. Da hat es mehrere Häuser erwischt", schätzt Anke Müller ein. Im Einsatz seien 60 bis 70 Frauen und Männer aller Ortswehren gewesen, mit Ausnahme von Prenden, zieht sie Bilanz.

In der Stadt Werneuchen und ihren Ortsteilen wütete Sturmtief "Herwart" bereits in der Nacht. "Die erste Alarmierung kam um 4 Uhr", weiß Stadtbrandmeister Rainer Sachse. Allein in der Stadt seien seine Leute an 20 verschiedenen Einsatzstellen im Einsatz gewesen, darunter am Kreisverkehr. Dort entwurzelte der Sturm einen Baum. Dieser fiel auf ein Auto. Aber auch in Hirschfelde und Krummensee haben die Feuerwehrleute mehrere Einsätze gehabt, bei denen umgestürzte Bäume weggeräumt werden mussten. In der Ernst-Thälmann-Straße in Werneuchen waren auf einem Grundstück gleich mehrere Bäume entwurzelt worden und drohten, auf ein Gebäude zu fallen. "Da mussten wir eine Spezialfirma zur Beräumung ranholen", erklärt Rainer Sachse.

47 Einsatzstellen im Bereich Bernau meldet Robert Berger, stellvertretender Wehrleiter der freiwilligen Feuerwehr am Sonntagabend. Um 5.28 Uhr wurde die Wehr zur B 273 an der Waldsiedlung gerufen. Dort war eine Buche auf einen fahrenden Pkw gestürzt. "Die Fahrerin erlitt einen Schock, aber sonst ist ihr nichts passiert", sagt Berger. Auch ein junger Mann, dem zur gleichen Zeit das Gleiche passierte, nur an anderer Stelle - auf der Wandlitzer Chaussee Höhe Hans-Wittwer-Straße - kam mit dem Schrecken davon.

Schwere Schäden richtete der Sturm in Waldfrieden an. Dort wurden mehrere Häuser von herabstürzenden Bäumen getroffen. In der Stadtmitte ist die St. Marienkirche weiträumig abgesperrt, weil lose Dachziegel eine Gefahr darstellen. "Das Kirchendach weist auf allen Seiten Löcher auf", sagt Robert Berger. Ob die Schäden bis zum Reformationstag behoben werden können, ist unklar.

118 wetterbedingte Einsätze zählte die Leitstelle Nordost bis zum frühen Sonntagnachmittag im Barnim. Umgestürzte Bäume und lose Dachziegel waren die Folgen, die Sturmtief „Herwert“ hinterließ. Auch einige Straßen im Landkreis mussten zeitwillig gesperrt werden. Besonders betroffen waren die Gemeinden Ahrensfelde, Wandlitz und das Stadtgebiet von Werneuchen.     
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