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Probefahrt
Autotest Renault Clio Grandtour

Ansehnlicher Kombi: Renault Clio Grandtour
Ansehnlicher Kombi: Renault Clio Grandtour © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 30.10.2017, 11:00 Uhr - Aktualisiert 30.10.2017, 13:39
Berlin (MOZ) Renault konnte in Deutschland in diesem Jahr bisher ein deutliches Wachstum verbuchen. Mit einem Plus von immerhin 13,3 Prozent liegen die Franzosen spürbar über dem Markt-Durchschnitt von 2,2 Prozent. Vor allem Megane, Talisman und Captur konnten zulegen. Der aufgefrischte Clio liegt leicht im Plus.

 

Motor

Drei Benziner und drei Diesel stehen zur Wahl. Das ergibt eine Leistungspalette von 73 PS bis 118 PS. Neu ist der dCI 110, der aus vier Zylindern bis zu 110 PS und 260 Newtonmeter maximales Drehmoment holt. Allerdings: Das bekannte 90-PS-Diesel-Triebwerk mit 220 Newtonmetern maximalem Drehmoment, einem Spurt von 0 auf Tempo 100 in zwölf Sekunden und einer Spitze von 181 km/h bei kutiviertem Motorgeräusch reicht für das normale Leben völlig aus - auch wenn man sich ab und zu doch beim Handschalter einen sechsten Gang wünschen würde.

Im MOZ-Autotest - der Renault Clio Grandtour
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Autotest: Renault Clio Grandtour

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Karosserie/Ausstattung

Kombivarianten von Kleinwagen sind selten – und wenn es sie gibt, häufig keine optische Offenbarung. Der Clio Grandtour darf für sich in Anspruch nehmen, wirklich attraktiv geformt zu sein: Kein angepapptes Kombiheck gibt es bei diesem Renault, sondern eine elegant geschwungene Linienführung. Dazu kommen nach dem Facelift jetzt eine attraktive Front und wertigere Materialien im Innenraum. Mit 4,27 Metern Länge übertrifft der Grandtour den  normalen Clio um immerhin 20 Zentimeter. Kein Wunder, dass in das Gepäckteil tatsächlich etwas hineinpasst – 443 Liter nämlich. Der Zugang ist gut, der variable Laderaum gefällt. Für die Insassen gibt es ebenfalls ordentlich Platz. In der zweiten Reihe kann man sich dabei besonders über mehr Kopffreiheit als im normalen Clio freuen. Wobei die hinteren, schmal geschnittenen Einstiege gut getarnt sind – der Türgriff ist nach Alfa-Art in der C-Säule versteckt. Ab Werk ist der Grandtour unter anderem mit ESP, vier Airbags, Dachreling, Keycard als Schlüssel, beheizbaren Außenspiegeln, Fensterhebern vorn, Tempomat und fernbedienbarer Zentralverriegelung bestückt. Aber nicht mit einer Klimaanlage. Dafür muss man eine bessere Ausstattungsvariante wählen.

Fahrverhalten

Das Fahrwerk des Fronttrieblers ist eher komfortabel, was aber zu einem Kombi gut passt. Nur grobe Unebenheiten teilen sich den Insassen mit.

Wirtschaftlichkeit

1000 Euro mehr als ein merklich kürzerer Fünftürer kostet die Kombivariante, womit der Grandtour bei verträglichen 12.990 Euro (mit dem 75-PS-Benziner) startet. Der 90-PS Diesel beginnt (besser ausgestattet) dann allerdings schon bei 18.290 Euro. Dafür beträgt der Normverbrauch gerade 3,3 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer (85 g CO2/km), einen guten Liter mehr sollte man einkalkulieren. In der Versicherung macht sich der Diesel zumindest bei der Haftpflicht unangenehm bemerkbar - 18/20/21 (Haftpflicht/Voll-/Teilkasko).

Fazit

Auch ein zum Kombi mutierter Kleinwagen kann attraktiv sein – praktisch ist er sowieso. Dieser Clio Grandtour gefällt als Paket. Und macht nach dem Facelift einen noch besseren Eindruck. Der eigentlich empfehlenswerte Diesel führt allerdings zu einem vergleichsweise hohen Endpreis.

 

 

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