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Probefahrt
Autotest Hyundai Santa Fe

Frische Front: Hyundai Santa Fe
Frische Front: Hyundai Santa Fe © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 01.11.2017, 11:20 Uhr - Aktualisiert 01.11.2017, 15:39
(MOZ) Die Bilanz von Hyundai in Deutschland fällt in diesem Jahr bisher gemischt aus: Zwar wuchs man um 0,6 Prozent, doch der Markt legte um 2,2 Prozent zu. Die Schwestermarke Kia kam gar auf einen Zuwachs von 4,1 Prozent. Während bei Hyundai etwa i10, i20 und i30 im Plus fahren, liegen i40, Tucson, Santa Fe und ix20 im Minus.

Motor

Ein Benziner und zwei Diesel stehen für den Santa Fe zur Verfügung, womit man sich zwischen 150 PS und 200 PS bewegt. Eine wahre Freude ist dabei der von uns gefahrene 2,2-Liter-Diesel. Der hat neuerdings glatte 200 PS und mobilisiert bis zu 440 Newtonmeter maximales  Drehmoment. So macht der Selbstzünder vergessen, dass es der Wagen immerhin auf fast zwei Tonnen Gewicht bringt. Kultiviert und ohne Turboloch treibt der Diesel den Santa Fe voran. Für die Durchzugskraft etwa spricht, dass man für Überholmanöver auf der Landstraße im sechsten Gang bleiben kann – und trotzdem zügig am Voranfahrenden vorbeikommt. In der Allradvariante wird der Spurt von 0 auf Tempo 100 in neun Sekunden absolviert, auf der Autobahn sind problemlos 203 km/h Spitze möglich.

Karosserie/Ausstattung

Die aktuelle, seit Ende 2012 angebotene dritte Santa-Fe-Generation, das größte Modell unter den SUV (Sport Utility Vehicle, in etwa: sportliches Nutzfahrzeug) von Hyundai, hat sich mit der Überarbeitung noch einmal etwas schicker gemacht, was sich insbesondere an der Front festmachen lässt. Das alles wirkt aus einem Guss und sieht einfach gut aus. Der 4,70 Meter lange Wagen bietet den Insassen viel Platz – und auch für das Gepäck steht genügend Raum (beim Fünfsitzer 534 Liter Kofferraum) zur Verfügung. Neuerdings lässt sich für den Santa Fe (und nicht nur für den größeren Bruder Grand Sante Fe) auch eine dritte Sitzreihe ordern. Insgesamt macht der Innenraum einen hochwertigen und zugleich funktionalen Eindruck. Ab Werk hat der Hyundai sieben Airbags, ESP, Alarmanlage, Klimaautomatik, beheizbare Außenspiegel, Bergan- und abfahrassistent, Regen- und Lichtsensor, Audiosystem, Rückfahrkamera, Fensterheber rundum, kühlbares Handschuhfach und fernbedienbare Zentralverriegelung an Bord. Nun sind zudem auch Assistenten wie adaptive Geschwindigkeitsregelung, Fußgängererkennung oder Toter-Winkel-Warner erhältlich – als Paket für 1800 Euro (aber nicht für die Basis).

Fahrverhalten

Das Fahrwerk überzeugt: Selbst grobe Unebenheiten werden von den Insassen ferngehalten, die Komfortbetonung geht aber nicht zulasten der Fahrdynamik. Nur die Lenkung könnte etwas direkter sein. Schön ist, dass man dieses SUV - im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten - auch noch mit Allradantrieb bekommen und sich so auch in schlechtere Geländegefilde trauen kann.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Santa Fe gibt es für 31.090 Euro (mit Benziner und Frontantrieb). Mit dem großen Diesel und Allrad werden daraus bereits 41.800 Euro. Die Zeiten, dass die Koreaner als Billiganbieter galten, sind wirklich lange vorbei. Laut Norm braucht der Santa Fe mit 2,2-Liter-Selbstzünder und Allrad glatt sechs Liter Diesel auf 100 Kilometer (159 g/km CO2), wir benötigten zwei Liter mehr. In der Versicherung macht sich wieder einmal der Diesel insbesondere in der Haftpflicht bemerkbar – es gelten die Klassen 21/22/22 (Haftpflicht/Voll-/Teilkasko). Hyundai gewährt fünf Jahre Garantie.

Fazit

Überzeugendes Exemplar aus dem heute so angesagten SUV-Bereich – für das man aber auch bei Hyundai mittlerweile recht tief in die Tasche greifen muss.

Im Test: Der Hyundai Santa Fe
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