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Verbessertes Beschwerdemanagement der Anbieter / Städtische Arbeitsgruppe ohne Klagen

Arbeitsgruppe
Kita- und Schulessen verfeinert

Guten Appetit: Vor dem Essen gibt es in der Kita "Sonnenschein" einen Tischspruch. Alle städtischen Einrichtungen nehmen an der Initiative "Ich kann kochen" teil.
Guten Appetit: Vor dem Essen gibt es in der Kita "Sonnenschein" einen Tischspruch. Alle städtischen Einrichtungen nehmen an der Initiative "Ich kann kochen" teil. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 07.11.2017, 17:50 Uhr - Aktualisiert 07.11.2017, 17:52
Eberswalde (MOZ) Dürften Kinder selbst den Speiseplan erstellen, dann gäbe es regelmäßig Nudeln mit Tomatensoße, Milchreis oder Pommes mit Schnitzel. Ernährungsphysiologisch nicht unbedingt die erste Wahl. Lange gab es lange Gesichter in puncto Kita-Essen und Schulspeisung in Eberswalde. Auch nach der Neuausschreibung der Versorgung in städtischen Kitas, Horten und Grundschulen Anfang 2016 ebbte die Kritik zunächst nicht ab. Eltern beschwerten sich ob der Qualität des Essens, meldeten ihre Schützlinge ab.

Die Kritik scheint bei den Anbietern angekommen zu sein. Während der jüngsten Sitzung der Arbeitsgruppe Kita- und Schulessen konstatierten jedenfalls beide Seite - Anbieter wie Vertreter der Kommune - eine Verbesserung. Die Firma Löwenmenü, die in Neulöwenberg kocht und für Eberswalde etwa 1300 Essen liefert, verteilt dieser Tage neue "Feedbackbögen" an den Einrichtungen. Für Kitas und die Verwaltung sei extra eine Hotline geschaltet, wo Erzieher etwa Beanstandungen oder sonstige Hinweise melden können. Täglich bis 15.30 Uhr. Ebenfalls täglich gebe es mit den Mitarbeitern Beratungen. Insofern sei das Beschwerdemanagement noch einmal verfeinert worden, erklärte Senior-Chef Heinz Wysozki. Nach wie vor problematisch ist aus seiner Sicht die Wahl der Speisen. "Wir bieten viele Vollkornprodukte an - ebenso wie eine vegetarische Linie." Beides laufe nicht. "Bestellt wird Fleisch."

Was Britta Schulz, Leiterin der Kita "Spielhaus" in Ostend, zum Teil bestätigen kann. Das Essverhalten werde maßgeblich durch das Elternhaus geprägt. Gleichwohl bemühe sich die Kita, den Nachwuchs an gesunde Kost heranzuführen. Mit viel Gemüse und Obst sowie mal ohne Fleisch.Weshalb die Kampagne "Ich kann kochen" der Krankenkasse Barmer - in Kooperation mit der Sarah-Wiener-Stiftung - nur zu begrüßen sei. Schulz bedankte sich bei "Löwenmenü". Dessen Mitarbeiterin konnte im Rahmen der Initiative ebenfalls zur Genussbotschafterin ausgebildet werden. Dennoch merkte Hortnerin Heidrun Hackbarth aus dem "Sonnenschein" an: "Es wäre schön, wenn das Essen frisch wäre." Mehrere Stunden im Topf bzw. im Behälter "da sind alle Vitamine zerkocht". Heinz Wysozki versicherte, dass sein Team "schichtweise kocht", entsprechend den Ausgabezeiten der Kunden. Aber er werde auch dies noch mal prüfen.

Die Firma Finesse, die mit Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte, sprach unterdessen von wieder "stabilen Zahlen". In den vergangenen sechs Monate habe es "keine Beschwerden" mehr gegeben, so Chefin Daniela Salzmann, die wiederum eine Bitte an die Stadt hatte: "Wir würden uns gern an den Grundschulen vorstellen."Anke Bessel vom Fachamt aus dem Rathaus räumte ein, dass mitunter der Übergang in die 5. Klasse problematisch sei. Sie sicherte eine Lösung zu. Der Abgeordnete Carsten Zinn regte zudem an, stärker die Bedürfnisse der Flüchtlingskinder bei Kita- und Schulspeisung zu berücksichtigen.

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