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Anwohner fühlt sich von Kommune allein gelassen

Überflutet
Seenlandschaft im Pappelweg

Eindeutig: 25 Zentimeter, zeigt der Zollstock an, steht das Wasser in dieser riesigen Pfütze. Der Pappelweg in Münchehofe hat sich zu einer Seenlandschaft entwickelt, die kaum noch passierbar ist. Anlieger Michael Höse stößt bei der Verwaltung auf taube O
Eindeutig: 25 Zentimeter, zeigt der Zollstock an, steht das Wasser in dieser riesigen Pfütze. Der Pappelweg in Münchehofe hat sich zu einer Seenlandschaft entwickelt, die kaum noch passierbar ist. Anlieger Michael Höse stößt bei der Verwaltung auf taube O © Foto: MOZ/Margrit Meier
Margrit Meier / 09.11.2017, 06:48 Uhr
Hoppegarten (MOZ) Michael Höse lebt neuerdings an einem Wassergrundstück. Eines, worauf er gern verzichten würde. Der Inhaber des Hofes Pferdeland in Münchehofe ist sauer. Aus dem Pappelweg ist im Laufe der vergangenen Monate eine fast unpassierbare Zufahrt geworden. Tiefe, große Löcher sind entstanden, die nach jedem Regenguss voll gefüllt sind.

"Heute Morgen standen hier noch gut 30 Zentimeter", sagt er. Nachdem sich ein Lkw durch den Weg gewühlt hatte, waren es noch 25 Zentimeter. Für einen normalen Pkw unpassierbar. Die Gefahr, dass der Motor voller Wasser läuft, ist hoch.

Viel besser sieht es auch nicht in der Straße Am Anger aus, der zweiten Zufahrtsmöglichkeit zum Pferdehof. Mehrfach hat der Unternehmer Höse in der Gemeindeverwaltung und der Gemeindevertretersitzung vorgesprochen. Umsonst. Zudem hat er im Internetportal Maerker auf den Zustand des Pappelweges aufmerksam gemacht. Und hatte gehofft, dass endlich Hilfe kommt. Denn dieses Portal dient dazu, Verwaltungen auf Probleme in den Gemeinden aufmerksam zu machen, die sie vielleicht selbst noch nicht entdeckt haben.

Jetzt bekam er per E-Mail Antwort auf seine Maerker-Beschwerde. Und die liest sich so: "Die für die Instandsetzung der Gemeindestraßen zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sind begrenzt, so dass deren Einsatz nach entsprechenden Kriterien erfolgen muss. Hierbei spielt eine entscheidende Rolle, welche Bedeutung die jeweiligen Straßen besitzen. Da die angesprochenen Straßen fast nur landwirtschaftliche Flächen (Weiden) und nur wenige bewohnte Grundstücke erschließen, besitzen sie gegenüber anderen Straßen mit vielen anliegenden bewohnten Grundstücken eine untergeordnete Rolle. Somit können hier gegenwärtig keine Arbeiten ausgeführt werden, da die begrenzten Mittel in diesen anderen Gemeindestraßen eingesetzt werden müssen."

"Ich fühle mich wie ein Mensch zweiter Klasse. Wir sind ein Verein mit 50 Mitgliedern. Auf meinem Hof sind 25 Pferde-Untersteller zugange. Das heißt, täglich sind hier an die 40, 50 Leute auf dem Weg zu mir. Und das sind immer noch zu wenig?", fragt Michael Höse, schwankend zwischen Wut und Resignation. Er hofft immer noch auf eine Lösung. Ein paar Fuhren Schotter, ist er sich sicher, würden helfen, die schlimmsten Löcher zu verfüllen.

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