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Rundgang durch das frühere AOK-Gebäude

Attraktives Ensemble: Kloster (links) und AOK-Gebäude sollen zu einem Kulturzentrum zusammenwachsen.
Attraktives Ensemble: Kloster (links) und AOK-Gebäude sollen zu einem Kulturzentrum zusammenwachsen. © Foto: Thomas Pilz/GZ
Thomas Pilz / 07.01.2017, 06:17 Uhr
Gransee (GZ) Nun ist es amtlich - zum Jahreswechsel hat das Amt Gransee für die Ackerbürgerstadt das ehemalige AOK-Gebäude erwerben können. Der Kauf ist vollzogen - geplant ist nun, die Immobilie zu einem vielfältigen Kultur-Standort auszubauen, der auch mit dem Veranstaltungsort Kloster korrespondiert.

Bei einem Pressetermin am Freitag öffnete die verantwortliche Mitarbeiterin für Liegenschaften, Britta Franzen, das seit einigen Jahren leerstehende Objekt. Im Beisein von Amtsdirektor Frank Stege und nicht ohne Stolz konnte sie eine völlig intakte Infrastruktur in dem Objekt präsentieren. Zahlreiche Büroräume, bestens ausgestattet vor allem in Bezug auf Elektrik und neue Medien, zeigten sich modern saniert. "Als wären die Mitarbeiter der AOK erst gestern ausgezogen", freute sich Britta Franzen. Nicht zuletzt ist das Haus, wie viele AOK-Kunden noch wissen werden, behindertengerecht ausgebaut worden.

Drei Etagen plus einem Gewölbekeller können von der Kommune genutzt werden. "Insgesamt stehen 866 Quadratmeter zur Verfügung, wobei die reine Nutzfläche in den ehemaligen Büros rund 820 Quadratmeter beträgt", sagte Franzen. Stege freute sich darüber, wie gut in Schuss das gesamte Gebäude sei. Immerhin habe es eine lange Geschichte, noch bis in die 1960er-Jahre war dort eine Polytechnische Oberschule untergebracht, später wurde an diesem Standort eine Berufsschule betrieben. "Deshalb hat das Haus für viele ältere Granseer eine große Bedeutung, sie verbinden mit ihm eine persönliche Geschichte, das darf man nicht vergessen", merkte Stege an.

Dreh- und Angelpunkt für die Zukunft des ehemaligen AOK-Gebäudes ist freilich ein schlüssiges Nutzungskonzept, betont der Amtsdirektor. Dieses Konzept werde langfristig zu entwickeln sein: "Vor allem wollen wir aber alles mit so wenig Kosten wie möglich mit Leben erfüllen, sprich wir werden das Objekt ausschließlich mit dem im Amt vorhandenen Personal betreiben", erläuterte der Amtsdirektor. Fakt sei nun einmal, dass es nicht möglich ist, einen festangestellten Kulturmanager zu beschäftigen.

Das Amt baut bei der künftigen Nutzung des ehemaligen AOK-Gebäudes daher vor allem auf Irina Schulz. Die Bibliothekarin des Amtes Gransee und auch der Regio-Nord sei schließlich ebenfalls Archivarin. "Wir planen nämlich, das Amts-Archiv in dem Gebäude unterzubringen." Wo, steht noch nicht fest, weil es im AOK Gebäude zum Teil auch Holzdecken gebe, was ein Problem für die schweren Archiv-regale wäre. Langfristig denkbar sei, dass man das Archiv auch für Schüler öffnen könnte.

Erfreulich wäre es, wenn die Bücherei ebenfalls im AOK-Haus unterkommt. Dann könnte die Aula der Siemens-Schule wieder ihrer eigentlichen Bestimmung zugute kommen, so Stege.

Neben Archiv und Bücherei sei ebenfalls denkbar, die Touristinfo der Stadt dort unterzubringen - und einen Mehrgenerationen-Treff, vielleicht nach dem Vorbild des Zehdenicker Bienenstocks, so dass auch Feier-Möglichkeiten geschaffen werden.

Von immenser Bedeutung sei aber die Verbindung mit dem Kloster - das könnte sich tatsächlich mit einem gläsernen Viadukt zwischen Kloster und künftigem Kulturzentrum darstellen, erläuterte der Amtsdirektor eine Vision.

Der Erwerb der Immobilie wurde mit 80 prozentiger Bund/Land-Förderung möglich.

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