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Schauspieler Gojko Mitic in der Fürstenwalder Kulturfabrik zu Gast / Fans aus nah und fern angereist

Kulturfabrik
Der Wolf erzählt aus seinem Leben

Begeisterte in der Kulturfabrik: Schauspieler Gojko Mitic (links) im Gespräch mit Moderator Alexander Lehmberg.
Begeisterte in der Kulturfabrik: Schauspieler Gojko Mitic (links) im Gespräch mit Moderator Alexander Lehmberg. © Foto: Henriette Brendler
Henriette Brendler / 12.11.2017, 20:06 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Gojko Mitic, "Chefindianer" der DEFA und bekannter Schauspieler, begeisterte am Sonntag seine Fans in der Fürstenwalder Kulturfabrik. Im Gespräch mit Moderator Alexander Lehmberg erzählte der 77-Jährige spannende Geschichten aus seinem Leben.

"Die Dachetage ist voll besetzt mit alten Fans. Damit habe ich nicht gerechnet", freute sich Kulturfabrik-Geschäftsführer Klaus-Peter Oehler vor Beginn der Veranstaltung. Und wirklich: Einige Fans wie Katy Schütte hatten einen weiten Weg auf sich genommen, um dabei sein zu können. "Ich wohne bei Genthin und habe mir extra ein Hotelzimmer in der Stadt gebucht", erzählte sie. Außerdem sei sie eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung als Erste da gewesen, um ganz vorn sitzen zu können. "Ich bin Jahrgang 1969 und habe als Kind die Filme gesehen. Mir gefällt seit drei Jahren auch seine Musik", so Katy Schütte.

Mit Musik eröffnete Gojko Mitic dann auch das Programm. Er sang seinen bekannten Titel "Löscht das Feuer", und viele Fans sangen gleich mit. Anschließend verriet er, dass er kurz zuvor noch seinen Bruder zum Flughafen gebracht hatte. "Er ist Jurist, jetzt Rentner, und bewirtschaftet in Serbien zum Spaß noch ein Stück Land, das von unserer Familie übrig geblieben ist", so Mitic.

Was den Zuschauern in den folgenden anderthalb Stunden geboten wurde, war eine Mischung aus kurzweiligen Geschichten und tiefgründigen Themen. "Als 1965 mein Telefon klingelte, weil man mich dem Filmproduktionsleiter Hans Mahlich (1912-1984) vorstellen wollte, wäre ich fast nicht rangegangen, denn ich wollte gerade Ski fahren gehen. Dann würde ich heute vielleicht nicht hier sitzen", sagte Mitic mit einem Augenzwinkern.

Der Schauspieler erzählte auch von seinem Besuch bei den Makah-Indianern und wie er dort erfuhr, dass der Wolf das Tier zu seinem Indianer-Namen ist. "Ich habe daran gedacht und der Schamane hat es ausgesprochen. Da war ich richtig baff", sagte der gebürtige Serbe.

In diesem Jahr drehte er unter anderem einen Film und stand in dem Stück "In Gottes eigenem Land" auf der Bühne. Ein bisschen Indianer steckt übrigens bis heute in Gojko Mitic: Er ist gern mit seinem Kajak bei Köpenick auf der Dahme unterwegs.

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