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Reha Consult expandiert

Die Planungen sind schon fix und fertig: Silvia Schulz demonstriert, wie das Innenleben des Erweiterungsbaus aussehen wird. Modernste Standards - das bedeutet nicht zuletzt für Reha Consult, im Haus Barrierefreiheit zu gewährleisten.Foto: Thomas Pilz
Die Planungen sind schon fix und fertig: Silvia Schulz demonstriert, wie das Innenleben des Erweiterungsbaus aussehen wird. Modernste Standards - das bedeutet nicht zuletzt für Reha Consult, im Haus Barrierefreiheit zu gewährleisten.Foto: Thomas Pilz © Foto: MZV/Thomas Pilz
Thomas Pilz / 22.08.2013, 19:28 Uhr
Steinförde (MZV) Das Leben ist eine Baustelle - das bekannte Motto könnte zum Leitspruch von Reha Consult (RC) in Steinförde avancieren. Nachdem vor gar nicht langer Zeit wegen des Brandschutzes in eine Außentreppe investiert wurde, muss der soziale Träger bald erneut tief in die Tasche greifen.

Diesmal aber macht das Unternehmen quasi aus der Not eine Tugend. Die Aufsicht für unterstützende Wohnformen, sprich die ehemalige Heimaufsicht, hatte 2011 eine Veränderung der Wohnbedingungen für einige der Klienten angemahnt. Eine Auflage wurde prompt erteilt, wonach die Bewohner wegen ihres Rechtes auf eine Privat- und Intimsphäre nicht mehr in Doppelzimmern unterzubringen seien. Vielmehr seien Einzelzimmer vorzuhalten.

Da war guter Rat teuer, denn in der Wohnstätte am Forsthaus waren alle Räume ausgebucht. Reha Consult entschied sich für die dauerhaft beste Lösung und plante einen Erweiterungsbau, erläutert die Leiterin des Regionalverbundes Oberhavel von Reha Consult, Silvia Schulz, ehemals Rohsol. Wobei das Projekt frei finanziert wird.

"Eigentlich haben wir vorgehabt, dass der erste Spatenstich für das Projekt im Rahmen unseres Sommerfestes am 31. August vollzogen werden kann", meinte die Leiterin. Doch die Mühlen der Bau-Bürokratie mahlen langsamer als erwartet. Es fehlt nämlich noch eine Genehmigung, für die die zuständige Fachbehörde des Landkreises verantwortlich ist, das Bauordnungsamt. Die Freigabe bezieht sich auf ein Thema, das nicht einmal den konkreten Bau betrifft, es geht um Ausgleichspflanzungen.

Konzipiert worden ist der eingeschossige Erweiterungsbau nach den Worten von Schulz vollständig barrierefrei. Von 16 Klienten werden dort fünf ein neues Zuhause erhalten. "Und zwar wenn alles klappt bereits im Frühjahr 2014", betont die Leiterin, die seit dem RC-Start in Steinförde im Jahre 1992 im Unternehmen mitwirkt.

Damals war die Wohnstätte für 24 Bewohner geplant worden. Weil einige aber zwischenzeitlich im Haus von Reha Consult am Roofensee in Menz unterkamen, betreue man in Steinförde aktuell 21 Klienten.

Der Rohbau für das neue Haus soll möglichst noch vor dem Winter errichtet werden. Fix und fertig ausgewählt und geplant ist der Zuschnitt der Räume im Rahmen des Innenausbaus, gleichermaßen deren Ausgestaltung und sogar schon welches Mobiliar angeschafft wird.

Besagte Ausgleichsmaßnahme, die wichtig für die Baugenehmigung ist, bezieht sich im Übrigen auf 21 Bäume, die neu zu pflanzen sind. "Wir denken, dass diese Regelung von großer Wichtigkeit ist und hoffen auf eine rasche Einigung mit dem Landkreis", erklärt Schulz. Zumal die Kommune ihr gemeindliches Einvernehmen bereits erteilt hat.

Und das Wichtigste für die Fürstenberger: Voraussichtlich vier neue Arbeitsplätze wird der Erweiterungsbau der Region bescheren können - "wir suchen unsere Mitarbeiter nämlich bevorzugt in unserer Region und sind damit immer sehr gut gefahren", so die Leiterin des Regionalverbundes. Ebenso bei den Praktika, die jungen Leuten zur Berufsorientierung angeboten werden, "wobei wir diese Arbeit grundsätzlich immer vergüten", betont sie.

Eine Veränderung erfährt übrigens derzeit die Trainingswohnung für die Vorbereitung auf ein künftiges Leben in betreuten Wohngruppen. Sie wird künftig von einem Pärchen genutzt, das sich in der Wohnstätte gesucht und gefunden hat, merkt Silvia Schulz an. Unberührt von den Planungen bleibt das Tagesbeschäftigungszentrum - ebenso der kleine, aber therapeutisch wichtige Zoo, dessen Tiere von den Klienten versorgt werden. Klare Sache: Auch der Obst- und Gemüsegarten bleibt erhalten.

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