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Brunnen
Jetzt Wasser für alle Schüler

Emily testet den neuen Trinkbrunnen in der Nennhausener Grundschule. Das frische Leitungswasser wird sozusagen aus der Luft getrunken.
Emily testet den neuen Trinkbrunnen in der Nennhausener Grundschule. Das frische Leitungswasser wird sozusagen aus der Luft getrunken. © Foto: Ohlwein
Jürgen Ohlwein / 16.11.2017, 04:11 Uhr
Nennhausen (BRAWO) Wer kennt es nicht aus amerikanischen Filmen? Auf dem Schulflur stehen ein paar Kids, die sich an einem Trinkwasserbrunnen erfrischen. Auch in Deutschland entscheiden sich immer mehr Schulen für einen Trinkwasserbrunnen. So auch die Nennhausener Grundschule Friedrich de la Motte Fouqué. Sie ist damit Vorreiter im Havelland.

Am Mittwochmittag wurde der Trinkwasserbrunnen in Betrieb genommen. Die Idee entstand bei einem Projekt zum Thema "Undine, Wasser und Landschaft". Darin haben sich die Schüler auch mit dem Thema Wasser als kostbarstes und qualitativ hochwertiges Lebensmittel Deutschlands beschäftigt.

Die Schüler stellten schnell fest, dass ihr Trinkverhalten nicht so ist, wie es eigentlich sein sollte. Dabei ist genügend Flüssigkeit gerade für das Lernen und die Konzentrationsfähigkeit wichtig, Wasser ist als Leit- und Nährmedium für das Gehirn wichtig.

Viele Schüler merkten erst durch die Beschäftigung mit dem Thema Trinken, dass sie während der Schulzeit wenig oder gar nichts Flüssiges zu sich nehmen. So entstand die Idee, einen Trinkwasserbrunnen in der Nennhausener Grundschule zu installieren.

Schülervertreter Fiete aus der 6. Klasse brachte den Wunsch der Schüler in der Schulkonferenz ein. Von den Lehrern, Eltern und Schülern wurde die Idee begrüßt und zu einem Projekt gemacht. Der Förderverein der Grundschule nahm sich dann der Sache an. Um das Geld für die Installation zusammen zu bekommen, starteten die Schüler einen Sponsorenlauf und sammelten Spenden bei Eltern, Großeltern und Bekannten. Die Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule,Ellen Jeske, kümmerte sich um die entsprechenden Genehmigungen. Etwa 1.000 Euro kostete der Trinkwasserbrunnen. Weniger als das Sponsoring eingebracht hatte. So konnte der Förderverein noch zusätzlich eine neue Sitzgruppe für den Pausenhof errichten lassen. Den Einbau und die Materialkosten spendierte die Nennhausener Firma Sanitär- und Heizungstechnik Jörg Hoffmann. Als Schulträger übernimmt das Amt Nennhausen die Betriebskosten.

Der Trinkwasserbrunnen ist an die Ringwasserleitung der Schule angeschlossen. Die Schüler können hier jetzt täglich frisches Wasser trinken. "Wir haben uns extra für einen Trinkbrunnen entschieden, da wir etwas Nachhaltiges entstehen lassen wollten", erklärte Schulleiterin Marlies Trägenapp zur Einweihung am Mittwoch. "Dann haben wir nicht soviel Abfall durch die Becher", riefen einige Schüler in den Raum. Nach der Ansprache durfte Fiete das Einweihungsband durchschneiden, ehe sich alle Kinder das erste Mal erfrischten. In der ersten Pause nach der Einweihung bildete sich eine Schlange vor dem Trinkbrunnen. Überall hörte man "Lecker!", "Cool!" oder "Schmeckt gut!".

Marlies Trägenapp und Ellen Jeske sind zufrieden und hoffen, dass der Trinkbrunnen das Trinkverhalten der Kinder verbessert und sie von Cola, Brause oder anderen stark gesüßten Getränken hin zum gesunden Leitungswasser führt.

Die Schüler sind jedenfalls stolz auf ihre Errungenschaft, die sie selbst durch das Spendensammeln finanziert haben. "Wir werden für den Trinkbrunnen eine Pausenaufsicht abstellen, damit ihn niemand beschädigt", erklärte Fiete.

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