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MOZ stellt Chöre der Region vor / Chorleiter Karl-Heinz Paula: Wer singt, hat keine Zeit, über seine Sorgen nachzudenken

Singen macht Spaß und ist gesund

Musiker: Chorleiter Karl-Heinz Paula weiß, dass singen auch gesund macht und singt gern zu Hause am Klavier.
Musiker: Chorleiter Karl-Heinz Paula weiß, dass singen auch gesund macht und singt gern zu Hause am Klavier. © Foto: Jana Pozar
Jana Pozar / 19.11.2012, 19:59 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Die Adventszeit ist für die Chöre in der Region die arbeitsreichste Zeit. Die Märkische Oderzeitung wird in den nächsten Wochen die Chöre vorstellen. Zum Auftakt erklärt Chorleiter Karl-Heinz Paula, warum singen nicht nur Spaß macht, sondern auch gesund ist.

Singen ist Entspannung, macht Freude und lenkt von manchen Alltagssorgen ab. Gesungen wird immer, vor allem in der Adventszeit. Die Chöre der Region geben ihrem festlichen Programm jetzt den letzten Schliff, geprobt wird natürlich bereits im Sommer für das Fest der Feste. Doch was ist das Faszinierende am Singen? Die Märkische Oderzeitung fragte bei Karl-Heinz Paula, Leiter des Chores "Maienlust" Neuzelle und ehemaliger Präsident des Brandenburger Chorverbandes, nach.

"Es ist etwas Wunderbares, Musik zu machen, die den Leuten gefällt und für die man von den Menschen auch noch Anerkennung bekommt", sagt Karl-Heinz Paula. Und er weiß, wovon er spricht, wenn er sagt: "Ein Lied zu singen, heißt immer, eine Geschichte zu erzählen. Wir singen so, dass uns der Zuhörer abnimmt, was wir singen." Und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Dabei mache singen nicht nur Spaß, sondern sei ein perfekter Ausgleich zur Arbeit, mache die Gedanken frei und offen.

Die Musik soll sogar dabei helfen, gesund zu werden und den Trübsinn zu vergessen. "Leute, die beispielsweise nach einem Trauerfall wieder zur Probe kommen, vergessen ihre Trauer für diese Zeit", weiß der 72-Jährige. Und auch so manche Schmerzen werden einfach weggesungen. "Es bleibt einfach keine Zeit, über seine Gebrechen nachzudenken", versichert der Chorleiter. Das liege wahrscheinlich auch daran, dass man sich bei den Proben aufs Singen, auf den Rhythmus und auf den Text konzentrieren müsse.

Und dann ist da noch die Gemeinschaft. "Singen im Chor heißt, nicht allein zu sein. Viele Menschen mit denselben Interessen treffen dort aufeinander", erklärt Karl-Heinz Paula. Das mache dann doppelt Freude. Dabei sei die Chorarbeit keineswegs immer nur ein reines Vergnügen. "Disziplin muss sein", betont er. Seine Schützlinge verstehen das. "Alle wollen eben gut sein", so Paula. Das heißt auch, dass die Stimmen der Sänger gefordert werden. "Singen kann eigentlich jeder", versichert er. Es bedarf nur etwas Übung.

Allerdings hat der Chorleiter auch schon mit Menschen Erfahrung gemacht, die trotzdem keinen sauberen Ton herausbekommen haben. "Dann hilft auch kein Üben mehr", gibt Paula lachend zu. Das würden aber meist die Sänger selbst merken. Trotzdem wiederholt er: "Singen kann jeder." Egal, ob im Auto, in der Badewanne, beim Putzen oder einfach nur beim Vor-sich-her-Summen. Wahrscheinlich, weil jeder irgendwann merkt, dass Musik ihm gut tut.

Allerdings bedauert der Neuzeller, dass Kinder heute kaum noch an den Gesang herangeführt werden. "Zu Hause wird so gut wie gar nicht mehr gesungen und der Musikunterricht an den Schulen konzentriert sich auch nicht mehr auf den Gesang", sagt Karl-Heinz Paula, der selbst viele Jahre als Musiklehrer tätig war, nachdenklich. Deshalb müsse man sich nicht wundern, wenn den Chören der Nachwuchs fehlt.

Die Märkische Oderzeitung wird in den nächsten Wochen die Chöre der Region besuchen. Wir möchten erfahren, wann die Chöre gegründet wurden, warum die Menschen so gern im Chor mitsingen und vor allem, mit welchen Liedern die Sänger in der Adventszeit ihre Zuhörer erfreuen werden. Deshalb unsere Bitte an alle Chöre: Melden Sie sich bei uns! Teilen Sie uns per E-Mail oder am Telefon mit, wo und wann Sie proben und wann die nächsten Konzerte anstehen. Mail: eisenhuettenstadt-red@moz.de, Tel. 03364 403850.

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