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Auch Trebnitz und Neulewin auf dem Podest / Wettbewerb würdigt dörflichen Gemeinschaftssinn

Dorfwettbewerb
Neutrebbin ist Kreissieger

Doris Steinkraus / 17.11.2017, 19:40 Uhr
Seelow (MOZ) Die Entscheidung ist gefallen: Neutrebbin ist der 10. Kreissieger des Wettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft", vertritt Märkisch-Oderland 2018 beim Landeswettbewerb. Die sechs teilnehmenden Dörfer konnten sich über Urkunden und Geldzuwendungen von insgesamt 4500 Euro freuen.

Alle hatten dicht gehalten. Auch das Nachbohren von Bürgermeistern half nicht. Erst nach offiziellen Reden und einer gelungenen Bild-Präsentation der sechs Dorfvisiten durch Christin Schütz vom Landwirtschaftsamt lüftete der Beigeordnete Rainer Schinkel das Geheimnis. Bei der Führung durch Neutrebbin erlebten die Jurymitglieder, welch ein generationsübergreifendes Netz vor Ort besteht. Die soziale Infrastruktur ist bestens aufgestellt, das Dorf für die Zukunft gerüstet. "Ich bin einfach nur stolz auf unsere Neutrebbiner", strahlte Bürgermeister Werner Mielenz. "Ich habe erlebt, wie ein ganzes Dorf sich eingebracht hat. Dennoch hätten wir das nicht erwartet."

Werner Mielenz konnte neben der Urkunde die Siegprämie von 2000 Euro in Empfang nehmen. Zudem gab es noch einmal 400 Euro für den Sonderpreis "Gesamteindruck". Rainer Schinkel betonte, dass es im Wettbewerb nicht nur um saubere und schöne Orte gehe. "Dieser Wettbewerb ist etwas Besonderes", betonte er. "Im Mittelpunkt steht die Zukunft des ländlichen Raumes. Und die ist dort gesichert, wo sich Menschen einbringen, selbst gestalten." Mit dem Kreissieger habe man eine wettbewerbs-erfahrene Kommune. Neutrebbin hatte es 1999 bis ins Bundesfinale geschafft und dort einen dritten Preis geholt.

Der Müncheberger Ortsteil Trebnitz überzeugte die Jury mit seinem Engagement für das Gutsensemble und den Gutspark. Besonders beeindruckte das Projekt der Parkhelden. Trebnitzer engagieren sich zusammen mit deutschen und polnischen Jugendlichen in unterschiedlichen Projekten. Marion Tauschke, die ehrenamtlich die Aktionen der Parkhelden koordiniert, nahm die Auszeichnung, verbunden mit einem 1500-Euro-Scheck, entgegen. Hinzu kamen noch einmal 400 Euro für den Sonderpreis "Grüngestaltung".

Riesengroß war die Freude bei Neulewins Ortsvorsteherin Christine Reichmuth. Das 563 Einwohner zählende Dorf holte den Bronzerang, überzeugte mit einem weit über den Ort hinaus wirkenden Vereinsleben und einem großen Miteinander. 1000 Euro gabs als Anerkennung.

Den Sonderpreis "Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen" überreichte Peter Beyer von der EWE an den Golzower Bürgermeister Frank Schütz, u.a. für die Initiativen Elektroladestation und Solaranlage auf der ehemaligen Mülldeponie. Die Golzower waren im übrigen am stärksten betroffen von den ungewöhnlichen Begleitumständen der diesjährigen Dorfvisiten. Sie begannen unmittelbar nach Sturm Xavier. In Golzow musste sogar ein Notstromaggregat beschafft werden.

Für Zechin - Sieger des 9. Kreiswettbewerbs - nahm Bürgermeister Dieter Rauer den Sonderpreis "Soziale und kulturelle Aktivitäten" entgegen. Gewürdigt wurden die Aktivitäten im Bereich des Freibades im Zusammenwirken mit den Oderlandkids sowie die Brauchtumspflege im Ort. Für Gusow-Platkow nahm Gemeindevertreterin Brigitte Stock den Sonderpreis "Baugestaltung und Entwicklung" entgegen. Anerkannt wurde damit die Entwicklung der Ortsteile nach dem Bau der Ortsdurchfahrten, die Nachnutzung der einstigen Schule und die Pläne für die Turnhalle, wo eine behindertengerechte Begegnungsstätte entstehen soll.

Der Geldsegen war nur durch Sponsoring möglich. Rainer Schinkel dankte der Sparkasse Märkisch-Oderland, EWE AG, Agrargenossenschaft ODEGA Groß Neuendorf, Landhandel Alt Zeschdorf GmbH, Agraraktiengesellschaft Albrecht Daniel Thaer und der Thaer'sche Gutsverwaltung Möglin GmbH.

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